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Eine 2000 m² große Wiese an der Forstenrieder-Park-Straße in Buchendorf gilt als Baulücke und wird nun geschlossen.

Premiere für Soziale Bodennutzung

2043 m² Wiese werden zu Bauland

Buchendorf – Erstmals wird die Gemeinde bei der Ausweisung von Bauland im hochpreisigen Gauting ihre neue Soziale Bodennutzung (SoBoN) anwenden, erläuterte Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger im Bauausschuss auf Nachfrage von Dr. Jürgen Sklarek (SPD).

Zum Zuge kommt das Regelwerk bei einer Baulücke in Buchendorf. Im Teilbereich zwischen „Am Weiher“ und „Am Koppanger“ ermöglicht der Bauausschuss nämlich „allgemeines Wohngebiet.“ Insgesamt 2043 m² auf der jetzigen Wiese in der Nähe des Feuerwehrhauses sollen neu bebaut werden. Der Bauausschuss stimmte einmütig für das entsprechende Planverfahren. Für künftig überbautes Grünland in der Baulücke zwischen Am Weiher und Am Koppanger, müssen doppelt so viel Wiesen-Ausgleichsfläche geschaffen werden, heißt es in der Anlage zum neuen Plan. 

Das kleine Buchendorfer Neubaugebiet liegt „über der Bagatellgrenze“

Wegen der problematischen Wasserversickerung wird es ein Bodengutachten geben: Bei Starkregen soll der Niederschlag über den schon vorhandenen Graben zum Biotop-Weiher am nördlichen Dorfrand abgeleitet werden. Im großen Planumgriff liegt ein Gehölzriegel. Der südliche Bereich wird dem entstehenden Neubaugebiet weichen müssen, heißt es im Plan. Denn die neuen Häuser werden an eine bestehende Straße angeschlossen.

Da das kleine Buchendorfer Neubaugebiet mit etwa 2000 m² „über der Bagatellgrenze“ liegt, wird in diesem Fall erstmals die Richtlinie SoBoN angewandt. Hintergrund: Ab 500 m² Acker, der zu hochpreisigem Bauland wird, müssen Investoren – in diesem Falle drei Privateigentümer – in Gauting bis zu 50 Prozent des entstandenen Wertzuwachses als Wohnraum für soziale Zwecke abgeben. So haben nämlich auch Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen eine Chance auf eine zahlbare Miete.

Unwahrscheinlich, dass die verkauften Wiesen irgendwann zu Bauland werden

Eines ist klar: Zu Bauland werden nicht jene Wiesen-Parzellen, die ein Landwirt gerade für 60 Euro pro Quadratmeter im Osten von Buchendorf vermarktet, betonte die Bürgermeisterin im Bauausschuss. Denn diese Areale liegen weiter entfernt von der Bebauung – im Außenbereich, am Ende der Forstenrieder-Park-Straße. Es sei eher unwahrscheinlich, dass die teils an junge Familien verkauften Wiesen irgendwann zu Bauland werden.

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