Wollen Rüstzeug für den Umgang mit Lebenskrisen vermitteln (v.l.): Barbara von Hardenberg, Günter Grasser, Gudrun Huber, Katharina Huber und Ulli Olwedi. Foto: jaksch

Für Qualität im Leben und Sterben

Seefeld - Gudrun Huber leitet in Seefeld eine private Akademie, mit der sie den Tod zurück in unser gesellschaftliches Selbstverständnis holen will.

Über den Tod spricht man nicht. Oftmals auch dann nicht, wenn man selbst unheilbar krank ist oder wenn man um einen nahestehenden Menschen trauert. Gudrun Huber hatte als Enkelin eines Bestattungsunternehmers in Landsberg am Lech zunächst ein sehr pragmatisches Verhältnis zum Tod: „Ich bin mit dem Tod aufgewachsen.“

Heute macht sie sich mit Fortbildungsprogrammen und Beratungsangeboten für eine Enttabuisierung des Todes und zugleich für eine Entprofessionalisierung der Sterbebegleitung stark.

„Das Sterben wird heutzutage in den Hospizbereich geschoben“, so Hubers Beobachtung. Mit der vor vier Jahren gegründeten Akademie will sie Menschen stärken, die beruflich mit dem Tod zu tun haben, sie will sich aber auch dafür einsetzen, dass Sterbebegleitung wieder innerhalb der Familie oder der Nachbarschaftshilfe möglich ist.

Das Ausbildungs- und Vortrags- und Beratungsangebot der Akademie, die Anfang des Jahres in neue, größere Räume im Seefelder Technologiepark gezogen ist, soll aber auch das nötige Rüstzeug für den Umgang mit Lebenskrisen vermitteln und bietet Entscheidungshilfen zum Thema Organspende. Die Akademie trägt den Namen „Panta Rhei“ (griechisch: „Alles fließt“) und versteht sich als „Bildungsakademie für Qualität im Leben und Sterben“. Akademieleiterin Gudrun Huber arbeitet mit einem Dozententeam aus Freiberuflern, von denen die meisten eine eigene Praxis haben: Es gibt einen Mediziner und eine Heilpraktikerin, eine Psychologin, einen Philosophen, einen Rechtsberater und eine Wissenschaftsbeauftragte, aber auch eine Referentin für „Spiritualität". Sie alle sind in einem „Gelehrtenstüberl“ miteinander vernetzt und direkt an die Akademie angegliedert.

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