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Dicker Rauch quoll gestern Früh aus der A 96-Galerie bei Germering – ein Test, der den Feuerwehren auch für die Galerie in Gilching Erkenntnisse brachte. Die Autobahn war kurzzeitig gesperrt.

A 96

Qualm aus der Galerie: Feuerwehren und Autobahnbauer testen Rauchabzug

Um zu testen, wie sich Rauch in den neuen Autobahngalerien entwickelt, haben mehrere Feuerwehren am Sonntag in der Germeringer Lärmschutzgalerie eine Übung veranstaltet. Und Erkenntnisse für ihr Gilchinger Pendant gewonnen.

Gilching/Germering– Feuerwehrleute aus Gilching, Geisenbrunn, Oberpfaffenhofen und anderen Orten sowie Kreisbrandrat Peter Bauch und Kreisbrandinspektor Dieter Hofer mussten gestern früh aufstehen. An der neuen Lärmschutzgalerie über der A 96 bei Germering war ein Rauchtest angesetzt. Für die Retter aus dem Landkreis Starnberg war die Übung wichtig, denn: In Gilching steht eine baugleiche, wenn auch kürzere Galerie, die in einigen Wochen fertiggestellt wird. Bei einem Feuer zieht der Rauch schnell ab, wie Bauch nach der Übung zufrieden feststellte, und hänge nicht in der Röhre.

Für die Rauchübung der Autobahndirektion Südbayern wurden in der Galerie an vier Stellen Schalen mit Benzin angezündet – das ergibt dicken, dunklen Qualm. Für die Übung mit echtem Feuer habe man sich entschieden, um ein realistisches Bild des Rauchabzuges zu bekommen. „Theaternebel ist ja kalt“, sagt Bauch, der verhält sich anders. „Wir waren unten im Tunnel und konnten dann auf die Fahrbahn“, berichtet Michael Gogl, Kommandant der Unterpfaffenhofener Wehr. Alle Feuerwehrler konnten genau sehen, wie schnell und wohin der Rauch abzog – eine wichtige Erkenntnis.

Erkenntnisse lassen sich übertragen

Die Gilchinger Galerie stehe frei, die Germeringer liege in einem Kessel – das ist ein Unterschied. Ansonsten ließen sich die Ergebnisse auf das Gilchinger Bauwerk übertragen. Davon geht auch der für den westlichen Landkreis zuständige Kreisbrandinspektor Dieter Hofer aus. Man arbeite schon an den Einsatzplänen für die Zeit, wenn die Galerie freigegeben ist. Vermutlich werden bei einem Unfall mit Brand in der Röhre Feuerwehren von beiden Seiten anfahren. Während der Bauphase ist das sowieso vorgesehen. 

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