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Verhandlung am Starnberger Amtsgericht

Radfahrer angefahren: Fahrerin tief betroffen

Starnberg - Die tiefe Reue eine Autofahrerin hat dieser Tage das Starnberger Amtsgericht milde gestimmt. Die Frau hatte beim Abbiegen einen Radfahrer erfasst, der noch heute unter den Folgen leidet.

An einem Samstag im September hatte die Starnbergerin an der Söckinger Kreuzung in Starnberg nach links auf die Dinardstraße abbiegen wollen - und den entgegenkommenden Radfahrer übersehen. Der Neurieder hatte bei der Kollision diverse Wirbel- und Rippenbrüche, Trümmerbrüche sowie ein Blutgerinnsel im Kopf erlitten. Die Verletzungen fesselten den sportlichen Mann für Wochen ans Bett. Sein rechter Arm ist nach wie vor gelähmt. Zur Verhandlung am Amtsgericht war er nicht erschienen. Er hätte auch wenig aussagen können, denn laut Richterin Brigitte Braun erinnert er sich nicht an den Unfall.

Die Autofahrerin schon, und sie wird ihn ihr Leben lang nicht vergessen. „Ich bin langsam gefahren und habe geblinkt. Es war starker Verkehr – als ich abbog, da hat es gescheppert“, sagte die Fahrerin und betonte immer wieder ihr Bedauern: „Ich habe den Rennradfahrer nicht gesehen.“ Die Angeklagte hatte sich sichtlich berührt von den Unfallfolgen gezeigt und das Opfer mehrfach im Krankenhaus besucht: „Ich kann mir das bis heute nicht erklären. Das darf nicht passieren.“

So hatte es auch das Amtsgericht gesehen und einen Strafbefehl über 2000 Euro Geldstrafe und zwei Monate Fahrverbot erlassen. Die Geldstrafe akzeptierte die Frau sofort, das Fahrverbot wäre für die Vielfahrerin jedoch ein herber Schlag gewesen. Das Gericht kam ihr entgegen: Das Fahrverbot wurde auf einen Monat reduziert.

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