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Kommt er oder kommt er nicht? Der Radschutzstreifen auf der Tutzinger Hauuptstraße.

Ausbau Tutzinger Hauptstrasse

Grundstücksfragen contra Radschutzstreifen

Nur zu gerne würde der Tutzinger Gemeinderat beim Ausbau der Hauptstraße auch einen Radschutzstreifen integrieren. Doch dieser Lösung stehen problematische Grundstücksverhältnisse im Wege.

Tutzing– Mit oder ohne Radschutzstreifen? Von dieser Gretchenfrage hängt aller Voraussicht nach die Fahrbahnbreite der demnächst grunderneuerten Tutzinger Ortsdurchfahrt ab. Benjamin Neudert vom beauftragten Planungsbüro IBN erläuterte am Dienstag im Gemeinderat den ersten von drei Teilen der aktuellen Entwurfsplanung.

Wünschenswert wäre für viele Gemeinderäte zwar eine durchgängig einheitliche Fahrbahnbreite von 7,50 Meter inklusive Fahrradschutzstreifen, doch stehen einer solchen Lösung derzeit noch problematische Grundstücks-verhältnisse entgegen. So würde ein verbreiternder Hauptstraßenausbau in Höhe der Benedictus-Realschule (auch für mehr Gehweg-Sicherheit der Schüler gedacht) eine Grundabtretung seitens des Klosters erfordern. Offenbar steht auch noch das Areal der gegenüberliegenden Kustermann-Villa bis hin zum Zaun an der Straße unter Denkmalschutz, so dass Terraingewinn dort schwierig erscheint. „Mit dem Kloster sollten Sie möglichst bald verhandeln“, ermutigte Thomas von Mitschke-Collande den Planer. „Momentan sind die da noch offen, und wer weiß, wie das in Zukunft aussieht.“

Das aktuelle Erscheinungsbild der Tutzinger Ortsdurchgangsstraße ist alles andere als einheitlich: Im Süden Richtung Unterzeismering gibt es einen Radweg, der an der Einmündung Lindemannstraße endet, im Zentrum ist die Fahrbahn schmaler, weil von Parkflächen gesäumt, und im Norden ist nicht mal mehr beidseits ein Gehweg vorhanden. Die sich abzeichnende, wünschenswerte Linie ist die eines durchgängigen, in die Fahrbahn integrierten Radschutzstreifens. Ein extra abgesetzter, klassicher Radweg würde laut Neudert drei Meter Breite benötigen.

Die gefordert „Aufenthaltsqualität für Fußgänger auf dem Bürgersteig“ (Ernst Lindl) soll aber auch verwirklicht werden. Keine leichte Aufgabe für die Straßenplanung.

Neuderts aktualisierter Fahrplan sieht folgendes vor: März 2018 Ausführungsplanung, April 2018 Ausschreibung und Vergabe für den ersten Bauabschnitt, Juni 2018 Beginn des ersten Bauabschnitts. Im November 2017 wird es hierzu laut Rathaus eine Informationsveranstaltung im Roncallihaus geben. Dritte Bürgermeisterin Marlene Greinwald: „Wir wollen vor einer Entscheidung über Fahrbahnbreite und Radschutzstreifen den Arbeitskreis und die Öffentlichkeit einbeziehen – das erhöht die Akzeptanz.“ 

Thomas Lochte

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