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Eine Straße als Gehweg: Die Theresienstraße in Starnberg wird hauptsächlich begangen, nicht befahren. Geräumt wird sich oft nicht ausreichend gründlich.

Räumpflicht: Gelbe Karten drohen

Starnberg - Wer nicht räumt, sieht gelb: Das Starnberger Ordnungsamt hinterlässt bisweilen in Briefkästen gelbe Karten, wenn gegen Ortssatzungen verstoßen wird. Das gilt auch fürs Schneeräumen. Möglicher Einsatzort der Karten: die Theresienstraße.

Die kleine Straße zwischen Bahnhof und Hauptstraße wird von vielen S-Bahn-Fahrer genutzt, um zu Fuß zum Zug zu kommen. Auf der Liste der rasch zu räumenden Straßen steht sie jedoch beim Winterdienst ziemlich weit hinten - befahren wird sie nämlich nur selten. Die Sicherheit von Fußgängern müssten die Eigentümer der Grundstücke sorgen, so sieht es die Ortssatzung Starnbergs vor. Auch wenn kein Gehweg vorhanden ist, muss ein bis zu 1,20 Meter breiten Streifen am Straßenrand geräumt werden. Nur darum ist es nicht sonderlich bestellt.

Vor allem nach Schneefällen ist die Straße spiegelglatt, wie Fußgänger berichten. Stürze sind dann keine Seltenheit. Das weiß auch Stadtsprecher Karl Heinz Springer, der auch schon Probleme hatte, auf den Beinen zu bleiben. "Ein oder zwei Anwohner machen das vorbildlich", sagt er zur Räumdisziplin. Wer fortgesetzt seiner Pflichten nicht nachkomme, wird "freundlich erinnert". Denkbar sind aber auch Bußgelder. Dabei liegt es im Interesse der Grundstückseigentümer, Schnee zu räumen. Für die Folgen von Stürzen sind sie nämlich haftbar.

In extremen Fällen räumt der Starnberger Bauhof.

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