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Überglücklich über Rang drei: Die Crew des Bayerischen Yacht-Clubs.

Segel-Bundesliga

BYC auf Rang drei

Starnberg - Der Bayerischer Yacht-Club hat die Bundesliga-Saison sensationell auf Rang drei abgeschlossen. Auch der 7. Platz des Münchner Yacht-Clubs kann sich sehen lassen.

Als seine Crew auf einmal oben auf dem Podest stand, da konnte Ilja Wolf zugeben, dass er ein wenig geflunkert hatte. „Wir haben mit dem vierten Platz geliebäugelt, aber nicht darüber gesprochen“, sagte der Manager des Bayerischen Yacht-Clubs. Er räumte damit ein, dass es für sein Team beim Bundesliga-Finale in Hamburg nicht nur, wie offiziell behauptet, darum ging, den fünften Rang abzusichern. Dass sich nach einem kuriosen Regattaverlauf der Aufsteiger aus Starnberg dann Rang drei im Gesamtklassement sicherte, verblüffte selbst Wolf, der nun wirklich schon viel erlebt hatte. „Das haben wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht erhofft.“

Auch die Konkurrenz wird sich verwundert die Augen gerieben haben. Nach dem verpatzten Saisonauftakt auf dem Starnberger See verschwand der illustre Neuling sofort wie ein U-Boot von der Bildfläche. Dass der Club danach stets starke Leistungen abrief, wurde gar nicht so registriert. Erst als die Bayern vom Siegerpodest grüßten, waren sie bei den Rivalen wieder auf dem Schirm. „Man muss sich eine gewisse Lockerheit bewahren“, entschlüsselte Wolf das Erfolgsrezept.

Das war nach dem Abstieg vor zwei Jahren leichter gesagt als getan. Aber das neue Konzept, das sich der BYC verpasste, führte dazu, dass er nun wieder bei der Musik dabei ist. „Wir bauen immer auf die Jugend“, versicherte Wolf. Wie gut, dass sich die Bayern daran vor zwei Jahren erinnert haben.

Eine erfahrene Mannschaft hatte dagegen der Münchner Yacht-Club nach Hamburg geschickt. Nur vier Punkte auf den Abstiegs-Relegationsrang betrug der Vorsprung der Starnberger vor dem letzten Spieltag. Während der Regatta sollte sich bis zum vorletzten Rennen nichts an der brisanten Konstellation ändern. Insgesamt neun Mannschaften wehrten sich dagegen, noch in den Ab stiegsstrudel hineingerissen zu werden.

„Die Nerven lagen blank“, räumte Micky Liebl ein, dass dieses Finale nichts für Schwachbesaitete war. Der Teammanager des MYC hatte jedoch die richtige Strategie gewählt und versuchte seine Segler immer wieder von neuem zu beruhigen, um so dem allgemeinen Wahnsinn des Abstiegskampfes zu entgehen. Die Münchner bewiesen dann Nerven und schafften es sogar, sich unter den besten Sechs beim letzten Spieltag in Hamburg zu behaupten. Dieses Resultat bescherte ihnen in der Jahresendabrechnung Platz sieben.

„Eine sensationelle Leistung“, fand Liebl, die er noch gewichtiger einstufte als den fünften Rang aus dem vergangenen Jahr. „Was da jetzt in der Bundesliga abläuft, ist ganz großer Sport.“ Christian Heinrich

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