Sorge um Frank Plasberg: „Hart aber fair“-Moderator erkrankt - Kollegin übernimmt

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Radl richten für Fortgeschrittene: Ein Service der ehrenamtlichen Helfer war es, Drahtesel wieder flott zu kriegen. Ein Beitrag für den Umweltschutz: Wer mit dem Rad fährt, lässt das Auto stehen. Foto: svj

Repair-Café fürs gute Gewissen und den Geldbeutel

Herrsching - Aus Alt mach Neu oder zumindest wieder Funktionsfähiges: Diese Idee steckt hinter dem Repair-Café, das erstmals in Herrsching stattfand. Ehrenamtliche reparierten vieles, was nun nicht in den Müll wandert.

Alle Hände voll zu tun hatten die rund zwölf ehrenamtlichen Helfer, um den Andrang im Haus der Insel an der Bahnhofstraße zu bewältigen. Und es waren nicht nur Herrschinger, die am vergangenen Samstag bei der Eröffnung des ersten landkreisweiten Repair-Café mit ihren kleineren und größeren Problemen Hilfe von jenen Spezialisten erhofften, die sich freiwillig und unentgeltlich von 10 bis 14 Uhr dafür zur Verfügung gestellt haben. Den Organisatoren Tom Hamaus und Barbara Maier-Steiger, Leiterin der Insel, ist der Einstieg in eine Erfolgsgeschichte gelungen.

Bürgermeister Christian Schiller und der stellvertretende Landrat Tim Weidner unterstrichen wie die Initiatoren vor allem die positiven Nebenwirkungen dieser Idee. Die ist keineswegs neu und hatte ihren Ursprung im Jahr 2011 in Amsterdam. „Diese Einrichtung ist ein wichtiger Baustein, um seine Nachbarn besser kennen zu lernen und den Zusammenhalt in der Gemeinde zu stärken“, war Rathauschef Schiller überzeugt. Die Insel sei auf einem guten Weg zu einem Haus der Begegnung. Und, sagt Tom Hamaus: „Das Dabeisein ist eine gute Möglichkeit der Hilfe zur Selbsthilfe.“ Denn viele Kniffe könne man allein durch das Zuschauen lernen, sie dann selber machen und das Wissen wieder weitergeben. Auch der Abfallwirtschaftsverband Starnberg (AWISTA) unterstützt die Idee.

Oliver Haindle aus München reparierte ein Bügeleisen, das seinen Geist aufgegeben hat. „Das defekte Teil im Inneren kostet 27 Cent, eine Reparatur in einem Fachgeschäft würde aber rund 120 Euro ausmachen.“ Das wäre zu teuer, das Bügeleisen würde in den Abfall wandern - aber nicht in Herrsching im Repair Café.

Neben Haindle trickste Willi Mayerhöfer aus Breitbrunn einen alten Videorekorder aus, der sonst im Müll gelandet wäre. Und Ingrid Baumgärtner aus Pähl freute sich riesig, dass ihr der Schreiner im Hof der Insel zwei Stühle und einen Tisch wieder standfest machte.

„In jedem Elektrogerät stecken Rohstoffe, die für viel Geld importiert werden müssen“, bedauerte Willi Mayerhöfer die Wegwerfmentalität in der Gesellschaft. Und lange nicht alle könnten recycelt werden. Weniger Kohlendioxid-Ausstoß, kleinere Müllberge - auch das sei ein wichtiger Hintergedanke, der dem ganzen zugrunde liegt. Fast wie eine Renaissance der Nachkriegszeit, als die Menschen keine andere Chance hatten als Vorhandenes zu reparieren. gr

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