Das Lernen der Zukunft: In einer eigenen Klasse an der Gautinger Realschule findet der Unterricht ausschließlich an mobilen Mini-PC statt. Foto: fkn

Gautinger Realschule

Revolution im Klassenzimmer

Gauting - In der Gautinger Realschule ist die Zukunft bereits angekommen: 90 Jugendliche haben sich dort für 30 Plätze in der neuen iPad-Klasse angemeldet.

Statt veralterter gedruckter Schulbücher wird es künftig nur noch iPads - mobile Mini-PC - im Unterricht geben. Davon ist Tobias Schnitter, Konrektor an der Gautinger Realschule, überzeugt. In einem Pilotprojekt lernen dort 30 Mädchen und Buben der 7d mit einem solchen Tablet-Computer. Bundesweit ist es erst die zweite iPad-Klasse. Und die wurde am Mittwoch bei der Tagung „PadUcation“ vorgestellt.

Mehr als 40 Realschul- und Gymnasiallehrer aus ganz Oberbayern informierten sich in Gauting über die erst im Herbst gestartete iPad-Klasse. Bis auf Sport arbeite die 7d in jedem Fach mit ihren iPads, erläuterte Schnitter. Mehr als 90 Schüler hatten sich angemeldet, aber lediglich 30 konnten aufgenommen werden. 20 von 50 Lehrern hätten sich bereiterklärt, sich mit Schulungen zu beteiligen. Eltern wurden im Vorfeld Kurse angeboten. Damit hätten diese den gleichen Einblick wie die Schüler.

Leise Skepsis machte sich unter den Kollegen breit: „Wenn Eltern das Einkommen nicht haben, könnten Kinder ausgegrenzt werden“, befürchtete ein Zuhörer. „Auch darüber haben wir uns den Kopf zerbrochen“, erläuterte Schnitter. Je nach Modell koste das Apple-Gerät 400 bis 900 Euro. Trotzdem habe sich das Kollegium dafür entschieden. Denn wenn jeder Schüler sein eigenes Gerät besitze, beschäftige er sich auch zu Hause mit dem Lehrstoff. Über den Förderverein gebe es Zuschussmöglichkeiten. Schnitter: „Wir im Haus hatten keine Situation mit Konkurrenz und Neid.“

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