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Deutsche Vizemeisterin: Sabine Winter glänzte auch in Bielefeld mit ihrer starken Vorhand.

Tischtennis

"Ich werde kämpfen"

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Hechendorf - Sabine Winter, Tischtennisspielerin aus Seefeld-Hechendorf, im Interview über das verlorene DM-Finale, Bundesliga und Olympia.

Sie gehört zu den besten Tischtennis-Spielerinnen der Republik. Im Doppel hatte Sabine Winter (23) bei nationalen wie internationalen Titelkämpfen bereits mehrfach ganz oben auf dem Treppchen gestanden, bei der Deutschen Meisterschaft vergangenes Wochenende in Bielefeld hat es noch nicht ganz zu Gold im Einzel gereicht. Wir haben uns mit der Bundesligaspielerin aus Hechendorf unterhalten.

- Glückwunsch zu DM-Silber. Sie wollten aber Gold. Was überwiegt: Freude oder Enttäuschung?

Es überwiegt momentan noch mehr die Enttäuschung. Deutscher Vizemeister ist natürlich ein gutes Ergebnis, aber nachdem ich schon zweimal davor im Finale gestanden hatte und ich mich mit Silber begnügen musste, hätte ich mir den Ausgang diesmal doch anders gewünscht.

- Sie kennen Ihre Finalgegnerin Kristin Silbereisen sehr gut. Was hat im Finale den Unterschied gemacht?

Gegen Kristin mag ich laut Rangliste Favoritin gewesen sein, aber da wir uns beide sehr gut kennen, wusste ich schon vorher, dass eigentlich sie die Favoritenrolle im Finale einnimmt. Ich habe gegen Kristin bisher fast immer den Kürzeren gezogen. Sie hat auf meine Bälle meistens die bessere Antwort parat. Vielleicht ist sie mit mehr Selbstbewusstsein in das Spiel gegangen. Ich habe trotz des 1:4 gesehen, dass ich in Zukunft mehr ausrichten kann gegen sie. Ein Ziel ist es, diesen DM-Titel irgendwann mal zu holen. Die drei Finalniederlagen zeigen mir, dass es machbar ist und ich mir die Chance noch öfter erspielen kann.

- Welche großen Turniere und Ziele stehen heuer noch an?

Seit Jahresbeginn gab es schon einige Höhepunkte für mich mit den German Open, meiner Ersten Europe Top 16-Teilnahme und der Mannschafts-WM in Kuala Lumpur. Die nächsten Monate sind etwas ruhiger. Die Saison in der Bundesliga muss noch zu Ende gespielt werden. Mit Kolbermoor sollte uns der Vizetitel eigentlich nicht mehr zu nehmen sein. Ende April spiele ich die Polish Open, bei denen ich mich von einer guten Seite präsentieren will. Wie weit es für mich am Ende gehen kann, ist international auch viel von der Auslosung abhängig. Im Oktober findet die EM statt. Das ist aber noch weit weg, und bis dahin versuche ich, mein Spiel noch zu verbessern.

- Wie groß ist Ihre Olympia-Chance?

Bei Olympia selber in der Box zu stehen, ist natürlich ein großes Ziel. Es gab früher die Frage England oder Deutschland (Anm. d. Red.: Sabine Winter hat beide Pässe, weil ihr Vater Engländer ist). Würde ich für England spielen wollen, wäre ich allein durch die Weltrangliste qualifiziert, aber ich will mich in Deutschland durchsetzen. Das habe ich vor Jahren entschieden, und wenn man mal für ein Land gespielt hat, sollte es meiner Meinung nach nicht so einfach sein, nach Belieben die Nationalmannschaft zu wechseln. Momentan haben wir in Deutschland drei Spielerinnen, die sich etwas von den anderen absetzen: Han Ying, Shan Xiaona und Petrissa Solja. Ich habe also noch viel Arbeit. Ich weiß nicht, ob es klappen wird, aber ich werde kämpfen.

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