Mann droht mit Bomben: Entwarnung nach Großeinsatz in München und Ingolstadt

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Annahme und Zuspiel müssen passen: Tobias Neumann wird voraussichtlich wieder den angeschlagenen Stammzuspieler Patrick Steuerwald vertreten müssen. foto: aj

Volleyball

Saisonhöhepunkt für TSV Herrsching

Herrsching - Die Volleyballer des TSV Herrsching rechnen sich im Viertelfinal-Heimspiel gegen Rekordmeister Friedrichshafen durchaus Chancen aus.

Für die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching ist es das „absolute Saisonhighlight“. Erstmals überhaupt bestreitet der Klub vom Ammersee ein Playoff-Viertelfinal-Heimspiel. Und mit dem VfB Friedrichshafen kommt am Donnerstagabend, 20 Uhr, die wohl größte Nummer im deutschen Volleyball. Der 13-fache Meister vom Bodensee steht nach dem 3:1-Sieg vom Samstag bereits mit einem Bein im Halbfinale.

Doch die Schützlinge von TSV-Coach Max Hauser strotzen vor Selbstvertrauen. „Wir werden uns den Arsch aufreißen. Ich sehe uns in der Pflicht, den Fans ein gutes Spiel zu liefern“, verspricht Tobias Neumann. Sollte Kapitän Patrick Steuerwald erneut passen müssen, wäre Neumann als Zusteller gefordert. Auch Ferdinand Tille rechnet sich was aus. „Wie in Friedrichshafen, nur etwas konstanter“ müsse man spielen. Auch sei es wichtig, die Annahme zu halten, sagt der Libero. Die offizielle Liga-Statistik weist den 27-jährigen Nationalspieler als viertbesten Annahmespieler aus (Annahmequote 61,6%).

Dass diesmal in der niedrigen Nikolaushalle gespielt wird, sieht Tille zudem als Vorteil für Herrsching. Acht ihrer elf Heimspiele konnte der selbsternannte Geilste Club der Welt für sich entscheiden. Nur Düren, Berlin und eben Friedrichshafen schafften es, am Ammersee zu gewinnen.

Beim 0:3 Anfang des Monats war Herrsching praktisch chancenlos. Am vergangenen Samstag konnte man dem großen Favoriten immerhin einen Satz abluchsen. Für Hauser ein Indiz, dass Friedrichshafen verwundbar ist. „Wenn du einen Satz gewinnen kannst, kannst du auch drei gewinnen.“ Gelingt tatsächlich die Sensation, würde die Viertelfinalserie in die Verlängerung gehen. Das entscheidende dritte Spiel wäre dann bereits am Samstag in Friedrichshafen. Bis gestern Abend wurden knapp 400 Tickets im Vorverkauf abgesetzt. Marketing-Manager André Bugl empfiehlt daher, „früh zu kommen“. Beim letzten Mal wurde die Abendkasse bereits nach 15 Minuten wieder geschlossen, und etliche Zuschauer mussten sich ihre Nase an den Fensterscheiben platt drücken.

Der Einsatz von Steuerwald, der nach wie vor durch eine Kapselverletzung am linken Daumen gehandicapt ist, ist mehr als fraglich. Hauser wollte aber auch nicht ausschließen, dass es bei seinem „wichtigsten Spieler“ gehe. Am Dienstag und Mittwoch spielte Steuerwald einige Bälle. „Das wird spontan entschieden“, sagte Steuerwald. Ansonsten stehen Hauser alle Spieler zur Verfügung.

Die Qual der Wahl hat Hauser auf der Annahme-Außen-Position. Auch Daniel Malescha gibt wieder Gas. „Das Missverständnis ist aus dem Weg geräumt“, sagt Tille. Malescha hatte am Samstag äußerst missmutig auf seine Auswechslung reagiert.

Mit weniger Aufschlagfehlern und mehr Aufschlagdruck, so Hauser, soll der VfB Friedrichshafen niedergerungen werden. „Und wenn wir dann auch die schnellen Kombinationen in den Griff bekommen, haben wir eine Chance.“ Sollte es am Ende nicht mit dem Sieg klappen, will man sich zumindest nichts vorwerfen. „Wir wollen die Saison erhobenen Hauptes beenden“, sagt Neumann. Für den 27-Jährigen steht das persönliche Highlight des Jahres in der Sommerpause an. Dann heiratet der 2,04 Meter große Herrschinger seine bei den GCDW-Damen spielende Freundin Loraine Henkel. Dirk Schiffner

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