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Ärger um ehemaliges Gottschalk-Anwesen am Ammersee: „Das ist eine Sauerei“

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Von: Katharina Haase

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Thomas Gottschalk war einst stolzer Besitzer einer schicken Villa am Ammersee. Das Grundstück soll nun neu bebaut werden. Dies sorgt in vielerlei Hinsicht für Ärger.

Inning am Ammersee - Der Ammersee ist mit seiner Idylle ein beliebter Rückzugsort für Promis, die sich nach etwas Ruhe abseits des roten Teppichs sehnen. Zu den wohl bekanntesten dort ansässigen Stars gehört mit Sicherheit vor allem Schlagerstar Helene Fischer, die dort mit ihrem Verlobten Thomas Seitel und der gemeinsamen Tochter in einer schicken Villa leben soll.

Doch auch der ehemalige „Wetten dass...?“-Moderator Thomas Gottschalk (71) war einst Besitzer eines bebauten Grundstücks, genau genommen der „Villa Weiss“ am Stegener Berg in Inning. Die Villa wurde sogar als „Gottschalk Villa“ bekannt. Doch nun droht Ärger.

Gottschalk-Villa am Ammersee: Neue Besitzer wollen Luxus-Häuser bauen - und holzen alle Bäume ab

Die Villa, ein prächtiger Türmchen-Bau, ist schon seit Jahren nicht mehr im Besitz des blondgelockten Franken, der vor Jahren in die USA auswanderte und lediglich von Anfang der 80er-Jahre bis zur Jahrtausendwende in dem schicken Anwesen residierte. Mittlerweile lebt Gottschalk in Baden-Baden. Nun planen die aktuellen Besitzer, vier Personengesellschaften, eine Neugestaltung des 25.000 Quadratmeter großen Grundstücks.

Thomas Gottschalk vor seiner Villa am Ammersee.
Thomas Gottschalk vor seiner Villa am Ammersee. © Andrea Jacksch/Future Image/Imago

So sollen, laut Informationen der Bild-Zeitung, neun Luxus-Einfamilienhäuser mit je 200 bis 300 Quadratmetern entstehen. Diese sollen jede rund 5,8 Millionen Euro kosten. Dachterrasse, Außenkamin und Pool natürlich inklusive.

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Inning am Ammersee: Neue Häuser auf altem Anwesen - Gottschalks Name missbraucht

Dass die Eigentümer dafür fast alle Bäume auf dem einst bewaldeten Anwesen abholzen ließen, sorgte bereits in der Gemeinde für Ärger. Diese hatte nämlich extra einen Plan erstellt, in dem sie um das Bestehenbleiben einiger Bäume gebeten hatte. Diesem Wunsch wurde nicht nachgekommen. „Das hat uns sehr geärgert“, so Bürgermeister Walter Bleimaier (64, CSU).

Grund zum Ärger hat allerdings auch Thomas Gottschalk. Dieser hatte das Grundstück damals an seinen Bruder Christoph verkauft. Nun wurden die neuen Häuser auf der Homepage von „I‘m Living Immobilien“ mit seinem Namen beworben. Ein Umstand, der dem Vorbesitzer mehr als sauer aufstößt.

Nach Ärger um Gottschalk-Anwesen am Ammersee - auch das ZDF könnte sich einschalten

Auf der Website hieß es demnach: „Ziel ist es, das ,Gottschalk’-Grundstück zu einem Juwel zu entwickeln. Wetten dass … Sie und Ihre Familie sich in dieser Top-Lage wohlfühlen werden? Das 25.000 m2 große Grundstück am Stegener Berg, dem Hochufer des Ammersees, gehörte einst Thomas Gottschalk, der dort eine Villa besaß“.

Gottschalk ist empört über diese ungefragte Inbesitznahme seines Namens. „Wenn die mich angerufen hätten und mir das Penthouse dafür angeboten hätten, wenn sie das Ding mit meinem Namen verkaufen können, wäre ich vielleicht ins Grübeln gekommen“, so der 71-Jährige gegenüber Bild. So aber sei es eine „Sauerei“. Er hoffe, dass auch das ZDF dem Einhalt gebiete, da auch die Marke „Wetten dass...?“ unter Schutz stehe.

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Name von Gottschalk ungefragt gebraucht: Angebot verschwindet von Immobilien-Homepage

Kurz darauf verschwand das Angebot von der Website. Auf Nachfrage hieß es von Seiten des Unternehmens, dass man es wohl bald wieder online stellen werde - „vermutlich ohne Namensnennung des Moderators“. Ob die kurze Werbung mit Gottschalks Namen rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen wird, ist bislang unbekannt. kah

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