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Scheitz kann loslegen

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Andechs - Fast sieben Jahre Planung mit einigen Kapriolen gehen zumindest formell zu Ende. Der Andechser Gemeinderat hat gestern den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Sondergebiet Molkerei Scheitz gefasst.

Ungewohnt einvernehmlich waren zuvor drei Grundsatzbeschlüsse gefasst worden, mit denen alle Einwände von Behörden und Öffentlichkeit beantwortet werden konnten.

Es war bereits das „dritte oder vierte Wiederholungsverfahren. So genau weiß ich’s selbst nicht mehr“, sagt Bauamtsleiter Siegfried Wirkner. Zuletzt spielte einem reibungslosen Verfahren die späte und unerwartete Forderung nach einem Phantomgerüst für Verwaltungsgebäude und Hochregallager einen Streich (wir berichteten). Dem Spott, dem sich die Andechser von einigen Seiten dazu ausgesetzt sahen, begegnete Andreas Schöpf (SPD) am Dienstag so: „Das war durchaus wichtig für die Entscheidung. Erst jetzt kann man guten Gewissens die Entscheidung mittragen. Übrig bleibt ein echtes Problem: der Turm.“ Von Beginn an waren Schöpf und sein Fraktionskollege Karl Strauß gegen diese Planung. Deshalb trugen sie zwar die jüngsten Entscheidugnen vom Dienstag mit, aber dem Satzungsbeschluss stimmten sie konsequenterweise nicht zu.

Selbst Christine Hirschberger (BG), deren Bedenken in Zusammenhang mit Verkehr und Verkehrssicherheit behandelt wurden, hatte keine Einwände mehr gegen die Molkerei-Pläne. An den Höhen gemäß den Festsetzungen wird also nicht gerüttelt. Für die Schaumolkerei ist eine maximale Fläche bis 670 Quadratmeter zugelassen, für die Ladenfläche 150 und für Gastronomie 195 Quadratmer. Der Lärmentwicklung liegt das Immissionsgutachten zugrunde, dem Verkehr das Kurzak-Gutachten, an dessen Richtigkeit die Gemeinde festhält. Die Verkehrsführung wird mit der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt.

Diese Entscheidungen zu den Bereichen Höhenentwicklung, Nutzung und Verkehr wurden ausnahmslos allen Einwänden - denen von Behörden, Kirche und Anliegern - einstimmig entgegengestellt. Die Molkerei kann damit loslegen. „Wenn nicht noch was passiert“ - Bauamtsleiter Wirkner hält als gebranntes Kind in dieser Angelegenheit nichts mehr für unmöglich.

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