Watsche folgt auf Watsche

Starnberg - Sie war eifersüchtig und schlug zu - er war sauer und schlug zurück: Der Streit eines jungen Pärchens in Starnberg beschäftigte nun das Starnberger Amtsgericht.

Eifersucht und Alkohol haben im Juli ein explosives Gemisch bei einem Starnberger Pärchen ergeben. Zwischen einem 26-Jährigen und dessen Freundin setzte es im Streit einige Ohrfeigen. Dieser Tage musste sich der wegen vorsätzlicher und gefährlicher Körperverletzung angeklagte Mann vor dem Amtsgericht verantworten. Der Tag der Verhandlung setzte zugleich ei nen Schluss-akzent unter die unglückliche Beziehung, denn der Angeklagte zog zum Prozesstermin aus.

In jener Juli-Nacht war der Angeklagte unerwartet spät nach Hause gekommen. Seine vor Eifersucht und Misstrauen kochende Partnerin habe ihn mit Ohrfeigen empfangen. „Sie war total betrunken und hat sogleich unkontrolliert auf mich eingeschlagen“, erklärte der 26-Jährige und beschrieb die 23-Jährige als eifersüchtigen Menschen. In seiner Not habe er sie zurückgeschubst. „Ich habe ihr dann auch mehrere geschmiert, weil sie nicht abgelassen hat“, räumte er ein. Insgesamt sah sich der Starnberger allerdings in der Opferrolle, denn seine Freundin rief im Zuge des Streites ihren 24-jährigen Ex-Freund zu Hilfe. „Der stand auf einmal mit Bierflasche und Schlagstock im Wohnzimmer“, sagte der Angeklagte und bezichtigte den 24-Jährigen, die Bierflasche nach ihm geworfen zu haben. „Die Flasche flog knapp an mir vorbei, aber der Schlagstock ist über meinem Auge aufgeschlagen“, so der Angeklagte, der mit einem Rettungswagen abtransportiert werden musste.

Etwas anders stellte der 24-Jährige die Sache dar. Dieser räumte zwar ein, mit dem Teleskopstock zugehauen zu haben, an die Sache mit der Bierflasche konnte oder wollte er sich jedoch nicht mehr erinnern.

Nach der ausführlichen Zeugenvernehmung bemaß Richterin Brigitte Braun dem Tathergang deutlich weniger Brisanz bei als zunächst angeklagt. In puncto gefährliche Körperverletzung erging Freispruch. Die verhängte Geldstrafe von 45 Tagessätzen à 20 Euro bezieht sich ausschließlich auf die verabreichten Watschn ins Gesicht seiner Freundin.

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