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Sitzen am See: Ab 2019 soll das in B erg gegenüber der Straße am Ölschlag möglich sein.

Aufenthaltsfläche

Schöner zum See für maximal 200 000 Euro

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Der Berger Gemeinderat will ein Ufergrundstück in Berg so gestalten, dass es als Treffpunkt und Aufenthaltsfläche dienen kann. Kosten: maximal 200 000 Euro.

Berg – Jetzt ist es fix: Mit nur einer Gegenstimme (Franz Gastl-Pischetsrieder, CSU) hat der Berger Gemeinderat beschlossen, das Grundstück nördlich des Hotels Schloss Berg am Seeufer in Berg umzugestalten. Gewählt wurde die um knapp 3000 Euro billigere Variante. Die Nettokosten für die zu sanierende Ufermauer und die Stufen liegen ohne Ingenieurleistung damit bei rund 142 000 Euro. Auf Sitzstufen, die zum Teil mit Holz verkleidet sind, können sich Berger und Besucher setzen und auch die Füße ins Wasser hängen lassen. Gebadet werden soll an der Stelle nicht. Dafür sollen größere Steine im Wasser sorgen.

Die Idee hat dem Berger Gemeinderat von Anfang an gefallen, schon als die QUH vor zwei Jahren den Vorschlag für den Seeabstieg machte: sitzen im Sonnenuntergang auf naturnah gestalteten Stufen, ähnlich wie am Georgenbach in Starnberg.

Kritik: „Die primitivste Art der Uferbefestigung“

Als sich bei der Vorstellung der Planung durch das Büro Terrabiota im Juli vergangenen Jahres aber herausstellte, dass man mit mindestens 180 000 Euro dabei sein würde, machte der Gemeinderat einen Rückzieher. Zu teuer, fanden viele.

Aber Berg kann es sich leisten, stellte der Rat einige Wochen später bei einem Kassensturz fest. Und so war das Geld in der Ratssitzung am Dienstag gar kein Thema mehr. Oder zumindest fast keines mehr. Nur Franz Gastl-Pischetsrieder war die Maßnahme immer noch zu teuer. „Die Abstufung ist sinnvoll, aber dass man die Mauer zerstört, um anschließend mit dem Lkw angekarrte Gesteinsbrocken in den See zu kippen – das ist die primitivste Art der Uferbefestigung. Dafür geben wir einen sechsstelligen Betrag an Steuergeld aus.“ 

Bürgermeister Monn: Das wäre ein Schildbürgerstreich

Bürgermeister Rupert Monn erklärte, dass die Sanierung der Mauer bald fällig sei, weil sie unterspült sei. Diese Kosten belaufen sich auf rund 125 000 Euro. „Es wäre ein Schildbürgerstreich, nur ein Stück Mauer herauszusägen und zu reparieren“, so Monn.

Für die naturnahen Stufen geht es um rund 18 000 Euro zusätzlich. Der Gemeinderat war sich einig, dass die Gesamtkosten die Marke von 200 000 Euro nicht übersteigen sollten. Aber man sollte sich auch nicht lumpen lassen, wandte Dr. Peter Haslbeck (CSU) ein. „Da ist eine Reserve drin. Wir sollten dann nicht knallhart sagen, dann bauen wir halt zurück.“ Geplant wird heuer, 2019 werden die Stufen gebaut. Das Areal gehört je zur Hälfte der Gemeinde Berg und der Schlösser- und Seenverwaltung.

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