Unfall an Söckinger Kreuzung

Autofahrer lässt Schwerverletzten liegen

Starnberg - Nach einem Unfall in der Nacht hat ein Autofahrer in Starnberg einen schwerst verletzten Radfahrer auf der Straße liegen lassen und kam erst später zur Unfallstelle zurück. Ein Gutachter soll den Unfallhergang klären.

Ein Autofahrer aus Starnberg hat in der Nacht auf Freitag einen schwerst verletzten Radfahrer nach einem Unfall auf der Straße liegen lassen. Der junge Mann befand sich am Freitag weiter in kritischem Zustand.

Gegen 0.45 Uhr kam es an der Söckinger Kreuzung in Starnberg zu dem schweren Unfall. Ein 20-jähriger Radfahrer aus Starnberg war nach Angaben der Starnberger Polizei auf der Weilheimer Straße unterwegs und wollte an der Söckinger Kreuzung geradeaus weiter auf der Hauptstraße in Richtung Innenstadt fahren. Ein 46-jähriger Autofahrer aus Starnberg wollte zur selben Zeit mit seinem Pkw aus Richtung Tutzinger-Hof-Platz kommend nach links auf die Dinardstraße abbiegen.

Dabei übersah er offenbar den entgegenkommenden Radfahrer. Der 20-Jährige prallte gegen die rechte Seite des Pkw und stürzte. "Der Autofahrer kümmerte sich erst nicht um den Unfall, sondern fuhr weiter in die Dinardstraße", heißt es im Polizeibericht. Der Radfahrer wurde auf der Straße liegend von Zeugen gefunden und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und der Polizei versorgt. Noch während der Unfallaufnahme kam der Autofahrer zurück und gab sich als Unfallbeteiligter zu erkennen.

Der Radfahrer, der keinen Helm trug, erlitt bei dem Unfall schwerste Verletzungen (Hirnblutung, Wirbelsäulenverletzung, Prellungen) und kam mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach München. Der Helikopter landete an der B2 im Bereich Oberer Seeweg - den Landeplatz leuchtete die Feuerwehr aus.

Aufgrund der Sachlage ordnete die Staatsanwaltschaft bei beiden Beteiligten eine Blutentnahme an, weiterhin wurden die Fahrzeuge sichergestellt und ein Gutachter angefordert. Er muss klären, wie der Unfall abgelaufen ist. Zeugen gibt es nämlich nicht, die Angaben zu Fragen wie Beleuchtung oder Geschwindigkeiten machen können. Die Unfallstelle wurde durch die FFW Starnberg ausgeleuchtet und die Straße während der Unfallaufnahme halbseitig gesperrt.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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