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In Seefeld sind jetzt die Bürger gefragt

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Wie entwickelt sich die Gemeinde Seefeld (hier die Kirche St. Michael in Hechendorf). Auch die Bürger reden bei dieser Frage mit. © SVJ

Der Ortsentwicklungsprozess in der Gemeinde Seefeld geht in seine zweite Phase. Am Freitag, 18. Oktober, findet in Hechendorf die erste von drei Ortsteilwerkstätten statt. Weitere folgen am 25. Oktober in Seefeld und am 8. November in Drößling.

Seefeld – Weitere Veranstaltungen folgen am 25. Oktober in Seefeld und am 8. November in Drößling. Für alle drei Veranstaltungen ist jeweils bis zum Dienstag vorher eine Anmeldung erforderlich. Dazu werden vor den Terminen Postkarten verteilt. Auch online ist die Anmeldung möglich, und zwar entweder auf der Seite www.gemeinde-seefeld.de oder auf der Online-Plattform www.ortsentwicklung-seefeld.de.

Drei intensive Treffen des Lenkungskreises, eine gut besuchte Auftaktveranstaltung und bis zu 600 Beiträge, Anregungen und Ideen: Viel Arbeit liegt hinter Bürgern, Verwaltung und den am Prozess Beteiligten. Betreut wird die Gemeinde vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV), vertreten von Susanne Bauer und Oliver Prells, sowie Anni Schlumberger von der Human IT Service GmbH (HIT) in Tübingen. Auf den anfangs genannten Internetseiten können Interessierte nachlesen, wo die Bürger der Schuh drückt, was sie gut finden und was besser werden soll. Einsendeschluss für die Bürger war am 16. September. Im Rahmen der Ortsteilwerkstätten sollen die bislang gewonnenen Erkenntnisse auf Ortsteilebene vertieft werden.

„Die ortsteilbezogene Konkretisierung wird auch die Arbeit ,am Plan’ beinhalten und die Phase der Analyse damit vorläufig abschließen“, kündigt Prells in einer Pressemitteilung an. Alle Bürger seien eingeladen, aktiv mitzuwirken und ihre Expertise einzubringen, denn: „Keiner kennt einen Ort so gut wie diejenigen, die in diesem leben.“

Die Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen nötig. Alle Werkstätten beginnen um 17 Uhr und dauern bis etwa 21 Uhr. Die Werkstätte in Hechendorf findet im Bürgerstadl statt. Am Freitag, 25. Oktober, treffen sich alle Beteiligten im Haus Peter und Paul in Seefeld, am 8. November im Restaurant La Fattoria in Drößling.

Im Internet kann mittlerweile auch das Protokoll der Lenkungskreissitzung vom 19. September nachgelesen werden. Es lässt den Umfang und die Themenvielfalt erkennen, die bei der Ortsentwicklung zu berücksichtigen ist. Und auch die Tatsache, dass viele Daten mühsam zusammengetragen werden müssen. Dies betrifft beispielsweise die Betriebsstruktur in der Gemeinde. Laut Statistik gibt es in Seefeld 933 angemeldete Betriebe. Gut 200 zahlen Gewerbesteuer, bei den anderen handelt es sich um Kleingewerbe, die Besitzer von Solaranlagen und ähnliches. Hauptsteuerzahler sind TQ Systems und 3M. „Die Abhängigkeit von den wenigen Großbetrieben sollte langfristig durch einen breiteren Mix an Betrieben verringert werden“, heißt es im Protokoll. Doch welche Form von Betrieben lukrativ und es wert ist, dafür wertvolle Flächen zu opfern, das steht auf keinem Blatt. „Die Gemeinde ist hier in einer Zwangslage. Sie muss ihre Pflichtaufgaben erledigen, kann aber vorab nicht sagen, welche Branche wie viel bringt“, erklärte gestern Susanne Bauer vom Planungsverband. Auch Fragen wie diese werden in den Werkstätten eine Rolle spielen.  

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