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Entspannte Mienen, ernste Sache: (v.l.) Horst Guckelsberger (LBV), Bürgermeister Wolfram Gum, Helmut Ronstedt, Ortwin Gentz, Ildiko Gaal-Baier, Albert Augustin, Constanze Gentz, Linda Rüger und Günter Schorn (BN) bei der Unterschriftenübe rgabe.

Chirurgische Klinik Seefeld

1000 Unterschriften gegen Krankenhaus-Neubau

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Der Seefelder Gemeinderat entscheidet am 8. August über das Bürgerbegehren gegen Neubau eines Klinik-Neubaus an der Eichenallee. Die Gegner haben mehr als 1000 Unterschriften gesammelt.

Seefeld – Mehr als 1000 Menschen haben das Bürgerbegehren gegen den eventuellen Neubau einer Klinik im Landschaftsschutzgebiet in Seefeld unterschrieben. Am Dienstagabend übergab die Initiative Eichenallee die Unterschriften an Seefelds Bürgermeister Wolfram Gum. Möglicherweise gehen die Seefelder bei der Bundestagswahl am 24. September an zwei Urnen.

In blauen T-Shirt positionierten sich die Gegner eines eventuellen Neubaus an der Eichenallee im Sitzungssaal, unterstützt von Horst Guckelsberger, Chef des Landesbundes für Vogelschutz, und Günter Schorn, dem Vorsitzenden des Bund Naturschutz. „Wir wollen, das die Klinik im Ort erhalten bleibt“, sagte Ildiko Gaal-Baier von der Initiative. „Das wollen wir auch“, betonte Bürgermeister Wolfram Gum.

Wie berichtet, prüfen Experten derzeit, ob die zum Klinikverbund Starnberg-Penzberg gehörende Chirurgische Klinik an ihrem jetzigen Standort im Herzen Seefelds saniert und erweitert werden kann. Für den Fall, dass dies nicht realisierbar ist und ein Neubau her muss, hatten Seefelds Gemeinderäte eine Fläche an der Eichenallee ins Visier genommen. Die Fläche ist jedoch Teil des regionalen Grünzugs und befindet sich im Landschaftsschutz.

Das Vorgehen der Verwaltung hatte in der Bevölkerung für helle Aufregung gesorgt und zur Gründung der Bürgerinitiative geführt. Diese will in jedem Fall erreichen, dass die Fläche an der Eichenallee unangetastet bleibt.

Das Einwohnermeldeamt kontrolliert nun die Unterschriften des Begehrens, im Anschluss prüft die Rechtsaufsicht im Landratsamt gemeinsma mit der Gemeinde Fragestellung und Begründung. Der Gemeinderat hat dann vier Wochen Zeit, über die Zulässigkeit zu entscheiden und gegebenenfalls einen Bürgerentscheid zu beschließen. Gum kündigte an, dass dies bereits in einer Sondersitzung am Dienstag, 8. August, geschehen soll. Innerhalb der folgenden drei Monate müsste es dann an einem Sonntag zum Bürgerentscheid kommen.

Stefan Diebl, Pressesprecher im Landratsamt, bestätigte gestern, dass die Gemeinde den Entscheid parallel zur Bundestagswahl am 24. September durchführen könnte. „Das bietet sich an, weil die Wahllokale schon installiert und besetzt sind.“ Dazu braucht die Gemeinde allerdings eine Ausnahmegenehmigung des Innenministeriums.

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