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Die Containersiedlung in Hechendorf ist usprünglich auch für die Unterbringung von Obdachlosen vorgesehen.

Obdachlosenunterbringung

13 Obdachlose in der Gemeinde Seefeld - „Wir müssen uns etwas überlegen“

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Die Unterkünfte für Obdachlose in der Gemeinde Seefeld sind alle belegt. Die Rathausverwaltung schlägt einen Neubau oder Container vor.

Seefeld – Die Gemeinderäte Seefelds werden sich in ihrer Sitzung am Dienstag, 20. Februar, mit dem Thema Obdachlosigkeit auseinandersetzen und eventuell möglichen Lösungen. „Es ist kein Seefelder Problem, aber wir wollten trotzdem die Zahlen mal nennen“, kündigte Seefelds Geschäftsstellenleiter Fritz Cording im Vorfeld an. Die Sitzung im Raum Ammersee beginnt um 19 Uhr.

2017 waren in der Gemeinde insgesamt 13 Personen (2016: 7) im Rahmen der so genannten Obdachlosenfürsorge untergebracht. Darunter befanden sich neun männliche Bewohner (2016: 6) im Alter zwischen ein Jahr und 50 Jahre (2016: 20 bis 49 Jahre) sowie vier Frauen (2016: 1) im Alter zwischen 27 und 52 Jahre (2016: 47 Jahre). Die Unterbringungszeit betrug zwischen neun Tagen und einem Jahr (2016: sechs Tage bis ein Jahr). Die Betroffenen stammten aus Deutschland, der Türkei, England, Eritrea und dem Kosovo. 2016 waren es Deutsche und Türken.

Untergebracht waren die Obdachlosen 2017 an der Stampfgasse in Seefeld, in einer angemieteten Wohnung in Hechendorf, im Hotel am Horst in Fürstenfeldbruck, im Florianshof Auing und im Wirtshaus Alter Wirt in Hechendorf. 10 414 Euro gab die Gemeinde 2017 für die Obdachlosen aus (2016: 12 132 Euro). 5160 Euro (2016: 6826 Euro) wurden von der Sozialhilfe erstattet. In Summe bezahlte die Gemeinde 2017 also 5253 Euro.

Als Ursache für Obdachlosigkeit führt die Verwaltung neben Arbeitslosigkeit und Krankheiten auch Suchtverhalten, fehlende Resozialisierung von Strafgefangenen, psychische Störungen, Mietschulden und auch Scheidung auf. Die Zuständigkeit für einen Menschen ohne Obdach liegt allein bei der Kommune, in der sich der Betroffene aufhält und an die er sich wendet.

„Wir müssen uns etwas überlegen“, sagt Cording und verweist auf die Gemeinde Herrsching, die beispielsweise eine neue Obdachlosenunterkunft im Gewerbegebiet errichten will als Ersatz für die alte an der Volksschule (wir berichteten). „Über solche Lösungen oder auch Container werden wir ebenfalls nachdenken müssen“, sagt Cording. Allein an den Zahlen lasse sich erkennen, dass das Problem zunehme. „In diesem Jahr haben wird schon acht Menschen nicht unterbringen können“, sagt Cording. Und Ende der vergangenen Woche seien wieder zwei Personen dagewesen auf der Suche nach günstigerem Wohnraum. „Ich will nicht groß lamentieren“, sagt Cording. Aber grundsätzlich sei es ein Problem, dass in den Ministerien Gesetze geschrieben würden, mit deren Umsetzung man die Kommunen alleine lasse. Zugleich würden die Mieten steigen, Flüchtlinge erhielten oft Zeitverträge (Zwischenmiete) und fänden keine Anschlusswohnung, dazu kämen immer häufiger Räumungsklagen.hvp

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