In der Sitzung des Lenkungskreises ein Thema:  die Klinik Seefeld.
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In der Sitzung des Lenkungskreises ein Thema: die Klinik Seefeld.

Klinik: Neues im Lenkungskreis

200 Betten und drei Abteilungen

  • Hanna von Prittwitz
    vonHanna von Prittwitz
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Lange hat man über die Klinik in Seefeld und ihre Zukunft nichts gehört. Nun tagte erstmals wieder der Lenkungskreises. Dort war die Zukunft des Krankenhauses am Rande ein Thema. Und es gab Neuigkeiten.

Am Montagabend fand sich nun online erstmals wieder der Lenkungskreis zusammen. Und dabei gab es auch eine Überraschung. Denn in Sachen Klinikneubau gibt es Neuigkeiten.

Rund 35 Menschen verfolgten die Sitzung. Darunter neben Prells und Susanne Bauer vom PV sowie Anni Schlumberger von der Human IT Service GmbH aus Tübingen, Bürgermeister Klaus Kögel und Mitarbeitern der Verwaltung vor allem Vertreter der Bürgerschaft. Erstmals nahmen auch zwei Jugendliche teil. Die Online-Plattform stellte der PV, und es dauerte etwas, bis sich alle Teilnehmer darauf eingestellt hatten. Dennoch war Kögel am nächsten Tag zufrieden. „Diese Online-Geschichte ist eine Krücke, aber auch mit der kann man gehen“, sagte er dem Starnberger Merkur.

Die Sitzung habe zeigen sollen, dass die Gemeinde am Instrument der Ortsentwicklung festhält. „Der Lenkungskreis ist ein meinungsbildendes Gremium, insofern war es wichtig, dass man den Faden aufgreift.“

Grundsätzlich ging es laut Kögel um alles, was die Gemeinde in den vergangenen Monaten bewegt habe. „Wir wollten den Lenkungskreis auf den Stand der Dinge heben.“ Querungsinseln, der Bau des Bolzplatzes in Hechendorf, verkehrsberuhigte Zonen in Oberalting, der Bau des Nahwärmenetzes – Stefan Futterknecht von der Verwaltung hatte eine lange Liste zu bieten. Vieles wurde umgesetzt, darunter auch Ideen aus den Bürgerwerkstätten.

Eine Bedarfsprüfung erfolgt derzeit in Sachen Sportgelände für den TSV Hechendorf. „Wir haben Flächen im Auge“, sagte Kögel, mehr wollte er nicht verraten. Das gilt auch für Areale, die die Gemeinde möglicherweise für den Neubau einer Klinik bereithalten und dem Landkreis anbieten will.

„Bei der ursprünglichen Erweiterung der Klinik Seefeld am Standort ging man noch von 100 Betten aus“, erklärte Kögel. Nun gebe es jedoch die Aussage, dass nur Fördergelder fließen, wenn der Landkreis die Klinik Seefeld und die von ihm erworbene Klinik Dr. Schindlbeck in Herrsching an einem Standort zusammenlegt. Vor diesem Hintergrund würden Flächen geprüft, auf denen ein 200-Betten-Haus Platz habe. „Es geht um bis zu 28 000 Quadratmeter“, so Kögel.

Im Rahmen eines Fachbehördengesprächs seien sieben Flächen angeschaut worden. In engerer Wahl stünden zwei, drei Areale. Eine Erweiterung am alten Standort sei wegen der zu knappen Fläche, der Hanglage und der Wasserproblematik verworfen worden. Landrat Stefan Frey und Dr. Thomas Weiler, Geschäftsführer der Starnberger Kliniken Holding, hätten die Gemeinde darüber informiert. „Ich kann mir aber auch nur schwer vorstellen, dass ein Ort wie Seefeld ein 200-Betten-Haus in der Ortsmitte verkraftet“, sagte Kögel.

In dem Neubau sollen dem Vernehmen nach Chirurgie, Kardiologie und die Hals-Nasen-Ohren-Abteilung aus Starnberg zusammengeführt werden. „Es geht um vernünftige Synergien“, sagte Kögel. Nun müssten jedoch erst Verkehrsanbindungen angeschaut und Gespräche mit den Eigentümern geführt werden. Die Öffentlichkeit will Kögel jedoch schon bald mit ins Boot nehmen: „Ende April machen wir das öffentlich.“

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