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Risse in den Häusern, Raser auf der Strecke: Auf der Mühlbachstraße läuft es jetzt wieder etwas langsamer. 

Von Sommerpause keine Spur

Auf der Mühlbachstraße in Seefeld gilt wieder Tempo 30

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Während auf der Mühlbachstraße in Seefeld wieder Tempo 30 gilt, beginnen an der Wörthseestraße Bauarbeiten.

Seefeld – Kanalarbeiten und Straßensperrung in Oberalting, eine wiederbelebte Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Mühlbachstraße und der Ausbau der Wörthseestraße: Von Sommerpause ist in der Gemeinde Seefeld derzeit nicht so viel zu spüren.

Seit Montag stehen sie wieder, die Tempo 30-Schilder entlang der Mühlbachstraße. „Wir schauen mal, ob es hilft“, sagt Bürgermeister Wolfram Gum. Wie berichtet, hatten zahlreiche Anwohner die Raserei und den Schwerlastverkehr auf der Mühlbachstraße beklagt, die von der Staatsstraße 2068 am Holzfachhandel Schlecht vorbei in Richtung Ortsmitte führt. Dort rauscht jede Menge Orts-, aber auch Durchgangsverkehr vorbei, schließlich sitzt auf dem nahen Espe-Berg die Firma 3M mit einigen hundert Mitarbeitern. Irmgard Huber wohnt an der Mühlbachstraße in einem ehemaligen Bauernhof, der seit 1850 im Besitz der Familie, aber wohl sehr viel älter ist. Sie freut sich sehr über die neue Beschilderung. 

„Ich sehe das sehr positiv“, sagte sie dem Starnberger Merkur. Ein paar Ausreißer gäbe es immer, „aber der Großteil wird sich dran halten“. Auch Anwohner Manfred Egger ist zufrieden. „Ich bin erst mal froh, dass die Schilder wieder da sind.“ Bis Frühjahr 2018 hatte für den Bereich ohnehin das Tempolimit gegolten. Mit Verstärkung des Busverkehrs hob die Gemeinde Tempo 30 auf. Für die Bürger folgten harte Monate. Denn neben der Tatsache, dass fühlbar schneller gefahren wurde, donnerten auch Kieslaster von Großbaustellen in Richtung Hochstadt an den alten Häusern vorbei. Deren Bewohner entdeckten zunehmend Risse an den Wänden – und schrieben dies den schweren Erschütterungen zu. In ihrer Aprilsitzung beschlossen Seefelds Gemeinderäte schließlich wieder Tempo 30 und auch eine Beschränkung des Schwerlastverkehrs auf 12,5 Tonnen. Letzteres lässt sich jedoch derzeit eher nicht realisieren. „Wir freuen uns über den Spatz in der Hand statt der Taube auf dem Dach“, sagt Egger.

Gesperrt ist nach wie vor die Ulrich-Haid-Straße in Oberalting

Gesperrt ist nach wie vor die Ulrich-Haid-Straße in Oberalting. Bis 19. August macht die Baufirma Sommerpause, dann geht es am Kreuzungsbereich Ulrich-Haid-Straße/Meisterwiesen weiter. Ralf-Peter Beutel vom Seefelder Bauamt geht davon aus, dass der Kreuzungsbereich dann wieder freigegeben werden kann. Frühestens. Denn dort liegen verschiedene querende Leitungen, involviert sind Telekom und Bayernwerk, was wiederum eine sehr genaue Koordination erfordert. Dazu kommt, dass die Lage der Leitungen zwar in alten Plänen aufgezeichnet ist. „Aber man weiß nie, ob die Pläne stimmen.“

Gebaut wird ab 19. August auch auf der Wörthseestraße am Wörthsee, Ortsteil Hechendorf. Zwischen den Hausnummern 53 und 79 entsteh ein neuer Regenwasserkanal, und die Wasserleitungen werden erneuert. Dazu gibt’s eine neue Straßenbeleuchtung und einen neuen Straßenbelag. Zeitgleich bereiten Fachfirmen den Bereich für die Breitbanderschließung mit Glasfaser vor. Die Gemeinde geht davon aus, dass die Arbeiten bis Jahresende abgeschlossen sind. „Bis dahin kann und wird es in diesem Bereich der Wörthseestraße und auch auf der Gemeindeverbindungsstraße nach Steinebach zu Verkehrseinschränkungen kommen“, kündigt sie auf ihrer Internetseite an – und bittet um Verständnis.

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Das leidige Thema Verkehr beschäftigte Seefelds Gemeinderäte erneut. Diesmal aber ging es nicht um die Seefelder Hauptstraße, wie so oft, sondern das Oberfeld in Hechendorf. Dort hängt alles an Grundbesitzern.

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