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Die zwei vom Bahnhof Hechendorf: (v.r.) Dr. Isabel Mühlfenzl und Petra Schwienbacher.

Einweihung am 20. Januar

Einen Tag lang große Sause im Bahnhof Hechendorf

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Nach langer Wartezeit ist es endlich so weit: Der Bahnhof Hechendorf ist eingerichtet. Auch wenn es noch keinen Wirt gibt, wird nun erst mal gefeiert.

Hechendorf – Wer hätte das gedacht: Quasi über Nacht ist der generalsanierte Hechendorfer Bahnhof bestuhlt und eingerichtet worden, die große Küche steht voll mit hochprofessionellen Geräten, es kann losgehen. Einen Wirt hat Besitzerin Dr. Isabel Mühlfenzl zwar noch nicht, aber eine Art Einweihung feiert sie nun trotzdem: Am Samstag, 20. Januar, ist der Bahnhof ab 12 Uhr mittags erst für eine geschlossene Gesellschaft und später, ab 15 Uhr, für alle Bürger geöffnet.

Isabel Mühlfenzl (90) beweist mittlerweile eine Menge Galgenhumor, wenn es um ihren Bahnhof geht. Gut zwei Jahre Bauzeit, mehr als 1,6 Millionen Euro Investition und Ärger, der für ein ganzes Leben reicht, liegen hinter ihr (wir berichteten), seit sie das Gebäude im Frühjahr 2016 von der Gemeinde gekauft hat. Nun steht sie zwischen den schönen Holzstühlen an der zukünftigen Bar und freut sich doch: „Das passt alles, wie dafür gemacht“, sagt sie und strahlt.

Das Mobiliar und die Kücheneinrichtung stammen aus dem Dießener Bahnhof, in dem der Gastronom David Hauer bis vor kurzem sein „Vabene mercatino“ betrieben hat. Hauer war ursprünglich auch Mühlfenzls Wunschkandidat als Wirt für den Hechendorfer Bahnhof, doch letztlich haben die beiden nicht zusammengefunden.

Sozusagen als Interimslösung agiert nun erstmal Petra Schwienbacher aus Seefeld in der ehemaligen und sehr schön restaurierten Wartehalle. Die 38-Jährige, Mutter von vier Kindern, wird am 20. Januar gemeinsam mit Stefan Posner, Pächter des Restaurants „Zweite Heimat“ aus Herrsching, Bewirtung und Catering der Gäste übernehmen. Schwienbacher ist gelernte Restaurantfachfrau und mit der Gastronomie groß geworden: Ihr Vater Hubert war lange Jahre Wirt der Südtiroler Stuben in Herrsching und geht ihr auch in Hechendorf zur Hand. Der Seefelderin ist es auch zu verdanken, dass wenigstens das Mobiliar aus dem „Vabene“ jetzt im Hechendorfer Bahnhof steht.

Am Samstag, 20. Januar, will Isabel Mühlfenzl zusammen mit Tochter Caroline ihre „Vision“ vom Bahnhof Hechendorf präsentieren. Ab 12 Uhr sind geladene Gäste vor Ort, darunter Seefelds Gemeinderäte und Verwaltungsmitarbeiter. Ab 15 Uhr gehört der Bahnhof dann allen, die ihn sich endlich einmal von innen anschauen wollen. Neben der Bewirtung will Petra Schwienbacher auch eine Weinprobe organisieren. Die Lizenz für den Ausschank hat das Landratsamt bereits erteilt. Wie es nach der kleinen Party weitergeht, ist allerdings noch offen. Tendenz: tagsüber Kaffee, Kleinigkeiten, Zeitungen und Kiosk. Abends könnte der Gastraum dann für Events vermietet werden. „Es gibt da einige Ideen und Verhandlungen“, sagt Isabel Mühlfenzl vorsichtig. Und bemerkt dann noch trocken: „Zeit wird’s.“

hvp

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