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Verkehr

Ampel und Brücke lassen  auf sich warten

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So langsam wird die Ampelanlage an der Staatsstraßen-Kreuzung unterhalb des Seefelder Schlosses zur Dauerbaustelle. Doch es gibt Hoffnung, auch für den Radweg. 

Seefeld – Mitte Juli sollte die Baustelle an der Staatsstraße 2068 bei Seefeld, Campingplatz Pilsensee, eigentlich fertig sein. Einen Monat später ist die über den Höllgraben führende Brücke immer noch ein Provisorium. Das gilt auch für die Ampelanlage unterhalb des Seefelder Schlosses, über die Radler an der Staatsstraße entlang gefahrlos zum Campingplatz gelangen könnten. Könnten – denn derzeit gibt es noch keine Ampel für Fußgänger und Radler, der neue Radweg ist nach wie vor gesperrt. Doch es gibt Hoffnung.

„Wir sind guter Dinge, dass das fehlende Stahlteil der Firma Siemens nächste Woche montiert werden kann“, berichtete gestern Jakob Eberle vom Staatlichen Bauamt in Weilheim. Was die Gründe für die Verzögerung angeht, so hält er sich bedeckt: „Dazu sage ich nichts.“ An dem Siemens-Bauteil hakte es aber offenbar schon länger. „Das ist eine Spezialanfertigung, da hängt alles an der Firma Siemens“, bestätigte gestern auch Ralf Peter Beutel vom Seefelder Bauamt, ebenfalls wenig begeistert. Schließlich war Anfang Juli für den Ampelbau schon eine Umleitung eingerichtet worden. Dann geschah erstmal nichts.

Zum Warten verdonnert ist die Gemeinde auch bei der Fertigstellung der Brücke über den Höllgraben. „Das Element ist fertig. Aber wir brauchen eine verkehrsrechtliche Anordnung“, erklärt Beutel. Die Staatsstraße zwischen Herrsching und Seefeld müsse wohl für bis zu drei Stunden gesperrt werden, da ein Kran gebraucht werde. Die zuständige Firma verhandele gerade mit dem Landratsamt über den richtigen Zeitpunkt. „Es wird wohl nachts gemacht, nach 22 Uhr“, sagt Beutel. Recht ist ihm das nicht, denn so wird alles wieder teurer. Beutel wäre es lieber, die Staatsstraße würde tagsüber kurz gesperrt. „Aber das habe ich nicht zu entscheiden.“

Die Sache zieht sich also hin. Beutel geht trotzdem davon aus, dass die Baumaßnahme Unterführung und Radweg im Kostenrahmen von etwa 1,2 Millionen Euro bleibt. Fertigstellung aber ist ungewiss. 

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