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Pflanzaktion am Sonntagnachmittag (v.l.): Ildiko Gaal-Baier, Oswald Krapf, Emanuel Wiesler, Olaf Beck, Isabelle Wiesler und Morena Mohr setzen einen Apfelbaum, anschließend pflanzten sie einen Quittenbaum. Ein weiterer Apfel- und ein Birnbaum sind für die andere Seite vorgesehen, wo jetzt noch Asphalt An der Beermahd ist. 

Arbeitskreis Ortsentwicklung

Obst und Blumen statt Asphalt

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Aus der einst spektakulärsten Haarnadelkurve des Landkreises soll eine Blumenwiese mit Obstbäumen werden: Den Anfang dafür machte die Pflanzung von vier Obstbäumen An der Beermahd in Hechendor

Hechendorf – „Wir danken für das offene Ohr des Bauamts“, schreibt Ildiko Gaal-Baier vom Seefelder Agenda-Arbeitskreis Ortsbild/Ortsentwicklung in einer Pressemitteilung. Der sonntäglichen Pflanzaktion waren mehrere Besprechungen zwischen Bürgern und Bauamt und auch Gemeinderatssitzungen vorausgegangen, in denen engagiert über die Fläche gestritten worden war (wir berichteten). Denn im Zuge der Kanalarbeiten an der Inninger Straße war der Bereich für eine Umleitungsstrecke großzügig asphaltiert worden. Entstanden war eine riesige Haarnadelkurve (wir berichteten).

Nicht nur Seefelds Bürgermeister Wolfram Gum hätte nun dort in Zukunft lieber Parkplätze gesehen. Eine Mehrheit im Gemeinderat sprach sich jedoch für einen Rückbau aus – inklusive Anlage eines Fußwegs. Die Bürgerschaft plädierte zusätzlich für die Anlage einer Obstbaumwiese.

Ende vergangener Woche schließlich gab es grünes Licht. Anwohner spendeten zwei Apfelbäume, einen Birnen- und einen Quittenbaum und organisierten Komposterde, Rindenmulch, Stricke und Pfosten. „Die Bäume mussten nun so schnell wie möglich eingepflanzt werden, damit wir die Vegetationsperiode dieses Jahr noch nutzen können“, erklärt Ildiko Gaal-Baier. Die Pflanzung fand in dem Bereich statt, der bereits von Asphalt befreit wurde und auf dem – wie früher – eine Bank steht.

Auf der anderen Seite der Straße soll ebenfalls der Asphalt entfernt werden. Geplant ist dort eine Kiesmulde als Sickerbereich für das Hangwasser. Findlinge sollen Autobesitzer davon abschrecken, ihre Fahrzeuge abzustellen. Dazu kommen Büsche und Obstbäume.

Langfristig plant die Bürgerschaft die Anlage eines Magerrasens, den die Anwohnern selbst pflegen. „Das entlastet auch den Bauhof, der nicht mehr mähen muss“, erklärt Ildiko Gaal-Baier. „Weiterhin freuen wir uns über Spenden für die Anschaffung der Bäume und des Zubehörs“, sagt sie. Informationen gibt es unter Telefon (0 81 52) 98 92 14.

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