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Fröhliche Gesichter bei der BRK-Bereitschaft Seefeld: Vorsitzende Melanie Walter (5.v.l.) und Bürgermeister Wolfram Gum (l.) dankten und ehrten die engagierten Mitglieder (v.l.) Ramona Ziegler, Urs Sch mid, Gudrun Dvorak, Levi Kirner, Gero Geuther, Georg Führer, Ludwig Zitzelsberger, Dirk Gransow, Richard Ferschke und Dr. Sandra Victoria Rothhaar vom Kreisvorstand.

BRK-Bereitschaft Seefeld und Helfer vor Ort

Fast jeden Tag ein Einsatz

Die BRK-Bereitschaft Seefeld hat eine beeindruckende Jahresbilanz gezogen. Allein die Helfer vor Ort waren bei 310 Notfällen gefragt. 

Seefeld/Wörthsee– Klaus Marhold aus Ebersberg und Dr. Sandra Victoria Rothhaar aus Unterföhring reisten am Freitag zur Weihnachtsfeier und dem Jahresrückblick der BRK-Bereitschaft Seefeld in den Augustiner am Wörthsee. Trotz ihres Wegzugs aus Seefeld sind beide der Bereitschaft treu geblieben. „Weil wir die gute Kameradschaft genießen“, waren sie sich an diesem Abend einig.

Sie trugen zu den 14 592 Stunden bei, die der Kreisverband Starnberg 2019 im „Dienst der Allgemeinheit“ geleistet hat, rechnete Bereitschaftsleiterin Melanie Walter den 55 Besuchern vor. Aktuell sind 27 Aktive im Einsatz, die immer wieder Leben retten.

Etwa die Helfer vor Ort (HvO), die mit vier Mann als „kleinste Mannschaft seit der Gründung“ mit 310 Notfalleinsätze und 69 Hausnotrufen in diesem Jahr einen Rekord einfuhren, berichtete HvO-Leiter Gero Geuther. Das ausgebildete Rettungsfachpersonal sei in „50 Prozent der Fälle mehr als zehn Minuten vor dem Rettungswagen am Einsatzort“ – und kann zeitnah Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen, die manchmal über Leben und Tod entscheiden, wie der Informationsflyer der Helfer vor Ort eindrucksvoll beschreibt. Nach einem Notruf rücke das Team nicht nur nach Seefeld, sondern ebenso nach Andechs oder Wörthsee aus und sei in „den meisten Fällen innerhalb von fünf Minuten“ mit Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Betroffenen. Und das im Schnitt jeden Tag einmal. „Wir werden gerufen, wenn der Rettungswagen in Seefeld nicht sofort verfügbar ist“, erklärte Geuther. Ein großes Lob ging in Richtung Bürgermeister Wolfram Gum, weil die Gemeinde das neue Fahrzeug finanzierte. „Wir arbeiten alle ohne Entgelt und sind auf Spenden angewiesen“, betonte der HvO-Leiter.

Urs Schmid betreute mit der neuen stellvertretenden Jugendleiterin Ramona Ziegler die zwölf Jugendlichen, die das Jahr wie immer mit einem Ausflug ins Galaxy starteten. Der Nachwuchs feierte den Weltnutellatag oder reiste an die Nordsee. Spielerisch führte das Duo den Nachwuchs an die Aufgaben der Bereitschaft heran.

Erleichtert zeigte sich Bereitschaftsleiterin Walter, der seit diesem Jahr Dirk Gransow als Stellvertreter zur Seite steht, über die neuen Förderrichtlinien, die der Kreistag genehmigt hatte (wir berichteten). Das sei überlebenswichtig für ihre Arbeit, so Walter. Allein die Liegenschaften oder die Wartung beziehungsweise Erneuerung der Fahrzeuge wären sonst nicht zu finanzieren. Am Ende des Rückblicks setzte sie für die knapp 15 000 ehrenamtlichen Stunden einen Stundenlohn von 25 Euro an und kam auf einen Betrag von 365 000 Euro. Ein Einsatz, den der Lions Club heuer mit der „Auszeichnung für herausragendes soziales Engagement im Landkreis Starnberg“ würdigte.

Die meisten Einsatzstunden erreichte Dirk Gransow mit 103 Stunden. Andreas Lindner leistete 75,5 Stunden und Anna-Maria Prester 71 Stunden. Das HvO-Team führte Geuther mit 5352 Stunden an, dicht gefolgt von Ludwig Zitzelsberger mit 2832 Stunden. Max Danier kam auf 134 Stunden. Seit fünf Jahren sind Levi Kirner, Georg Führer, Alec Hartmann, Gudrun Dvorak und Sophie Altmann dabei. Für 50 jahre Zugehörigkeit zur BRK-Bereitschaft Seefeld wurde Richard Ferschke geehrt.

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