Polens Präsident legt Veto gegen Justizreform ein

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Majestätisch kreist ein Mäusebussard durch die Lüfte und hält Ausschau nach Beute. Eigentlich sind die Tiere komplett ungefährlich – nur beim Schutz ihrer Brut können sie ungemütlich werden. 

Brutzeit

Bussard verletzt Jogger am Kopf

Hechendorf -Ein Mäusebussard hat in Hechendorf einen Jogger attackiert und ihn am Kopf verletzt. Der Landesbund für Vogelschutz rät, die betroffene Strecke zwischen Hechendorf und Inning zu meiden. 

Eigentlich wollte der Hechendorfer Jan Eckert am Donnerstag vor Pfingsten ganz normal joggen. Auf dem Fuß- und Radweg zwischen Hechendorf und Inning, Höhe Schafstall Bönsch, dann das: „Ich bin gelaufen und plötzlich trifft mich ein massiver Schlag am Hinterkopf.“ Er habe erst angenommen, ein Auto habe Steine oder ähnliches aufgewirbelt. Der 46-jährige Jurist joggte normal weiter. Zuhause dann der Schreck: Über den Hinterkopf zogen sich zwei tiefe, blutige Kratzer. „Ich habe den Vogel nicht gesehen, gehe aber davon aus, dass es ein Bussard war“, sagt Eckert.

Schließlich seien im Vorjahr zwei Freunde an gleicher Stelle und in der Nähe von einem Greifvogel attackiert worden. „Sie hatten aber Mützen auf.“ Er habe den Vogel weder vorher noch nachher gesehen, aber die Spuren auf dem Foto, das Ehefrau Simone schoss, sind eindeutig. Franz Wimmer, Geschäftsstellenleiter des Landesbunds für Vogelschutz im Landkreis, überrascht der Vorfall nicht. „Das passiert immer wieder“, sagt er. Er geht davon aus, dass es sich um einen Mäusebussard handelt. „Dass ein Bussard allerdings derart attackiert, dass es Verletzungen gibt – das habe ich noch nicht gehört.“

Gewöhnlich fliege der Bussard Scheinangriffe. „Der Horst befindet sich vermutlich ganz in der Nähe der Stelle.“ Spaziergänger und Jogger nehme der Vogel als „potenzielle Feinde der Brut wahr“. Wimmer rät, entweder Stöcke oder Taschen mitzunehmen und bei Attacken über den Kopf zu halten: „Der Vogel attackiert immer die höchste Stelle.“ Am besten aber sei, sich schnell zu entfernen oder den Bereich überhaupt zu meiden. Allerdings kann diese Phase bis Mitte Juni dauern – und bei gutem Wetter sind viele Radler und Badegäste genau dort auf dem Weg zum See unterwegs. Nachdem es in diesem Fall offensichtlich schon mehrere Vorkommnisse gegeben habe, mache daher eventuell ein Warnschild Sinn. „Auf jeden Fall gilt: Augen offenhalten, umdrehen und die Umgebung beobachten.“

In der Gemeinde sind Vorfälle dieser Art nicht bekannt. „Aber wenn sowas vorkommt, muss man die Leute vielleicht wirklich warnen“, sagte Vizebürgermeister Josef Schneider auf Anfrage. Er will zunächst aber mit dem Jagdpächter sprechen.

Jan Eckert meidet indessen die Strecke. „Und ich laufe wohl besser mit Mütze.“

Hanna von Prittwitz

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