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Dr. Markus Wagner, Chefarzt der Chirurgischen Klinik in Seefeld. 

Chirurgische Klinik Seefeld

Gum: Am Ende entscheiden die Bürger

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Schützenhilfe vom Landrat, eine Frist für den Gemeinderat und ein kämpferischer Bürgermeister: Hinter den Kulissen wird weiter über die Chirurgische Klinik Seefeld diskutiert. 

Seefeld – Landrat Karl Roth griff das Thema am Dienstagabend beim politischen Stammtisch der Starnberger CSU auf. Erste Priorität habe für ihn ein Aus- und Umbau der 75-Betten-Klinik am bestehenden Standort mitten in der Gemeinde. „Von der Substanz und der Fläche her ist das dort ausreichend“, sagte Roth mit Blick auf das Ziel, künftig 100 bis 120 Betten zur Verfügung zu haben. Es gebe jedoch Unwägbarkeiten – und für diesen „Fall X“ sei es gut, ein Ersatzgrundstück parat zu haben.

Dieses Ersatzgrundstück haben Gum und die Mehrheit des Seefelder Gemeinderats gefunden: auf einer Fläche im Dreieck zwischen den Straßen nach Weßling und Steinebach an der Eichenallee. „Der Platz wäre nicht schlecht“, sagte Landrat Roth am Dienstag – und stellte klar: „Die Eichenallee ist ein Pfund Natur, mit dem wir wuchern können.“ Sollte das Gelände dort tatsächlich zum Klinikstandort werden, dann müsse alles dafür getan werden, die Bäume zu erhalten. „Wir können nicht direkt ans Wurzelwerk etwas hinbauen.“

An einen Wegzug der Klinik aus Seefeld – wie von Klinikchef Dr. Thomas Weiler bereits ins Spiel gebracht – wollte Roth am Dienstag noch nicht denken. „Wenn es zum Schwur kommt, sind die Seefelder stolz, die Klinik zu haben.“

Seefelds Bürgermeister Wolfram Gum nahm zeitgleich bei der Jahreshauptversammlung der Nachbarschaftshilfe Hechendorf Stellung. Diese bietet einen ehrenamtlichen Besuchsdienst für Patienten der Klinik an., „Ich werde dafür sorgen, dass Sie auch in Zukunft Ihre Besuche in der Klinik machen können“, sagte Gum.

Er sieht die Anwürfe gegen das Vorgehen der Gemeinderäte gelassen, die mehrheitlich eine Prüfung zur Herausnahme der Fläche an der Eichenallee aus dem Regionalplan beschlossen haben. Wie berichtet, will Gemeinderat Dr. Robert Benoist (Grüne) wegen „möglicher Unwahrheiten“ in der Sitzungsvorlage bis morgigen Freitag, 12. Mai, seine Vorwürfe an das Gremium überprüft wissen. „Im Sinne der Aufklärung im eigenen Haus“, wie er sagt. Andernfalls kündigt er eine „Überprüfung des Beschlusses durch Dritte“ an – die Rechtsaufsicht im Landratsamt. Benoist fühlt sich und den gesamten Gemeinderat beispielsweise unter unnötigen Zeitdruck gesetzt.

Gum berichtete gestern, er habe Benoist bereits am Montag schriftlich geantwortet – unterstützt von seinen beiden Stellvertretern und vier Fraktionen. Er glaube nicht, dass die Abstimmung angreifbar sei. „Wir haben keinen Unsinn gemacht.“ Falls Benoist damit nicht zufrieden sei, wünsche er ihm „viel Spaß bei der Rechtsaufsicht“.

So oder so: „Am Ende wird der Bürger über ein Krankenhaus in Seefeld entscheiden“, sagt Gum mit Blick auf ein mögliches Bürgerbegehren. „Das wäre mir auch am allerliebsten, wenn alle Bürger der Gemeinde sagen, was sie wollen.“ Er habe als Bürgermeister alles gemacht, was zu machen sei. „Ich bin nicht mehr Herr des Verfahrens.“

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