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Lange hat es gedauert, bis D’Aubachtaler die Lieder für ihre erste eigene CD aufgenommen hatten. Dafür haben sie mit Jürgen Brunner vom ORF zusammengearbeitet. Die Aufnahmen entstanden in einem Innsbrucker Tonstudio.

D’Aubachtaler

Die erste eigene CD

D’Aubachtaler aus Hechendorf präsentieren heute ihre erste eigene CD. Dafür musste die Blaskapelle lange im Tonstudio schwitzen. Die Musiker sind sich sicher: Nun sind ihre Töne sauberer denn je.

Hechendorf – Alles begann mit den Fragen. Mehrere Besucher haben die Musiker der Blaskapelle D’Aubachtaler im Anschluss ans Jubiläumskonzert 2016 angesprochen. Die immer gleiche Frage: „Habt ihr eine CD?“ Gründungsmitglied Alexander von Dehn erzählt, dass die Musiker dem Wunsch der Besucher leider nicht nachkommen konnten. Aber der Funke hatte gezündet.

„Im Mai telefonierte ich mit dem Tyrolis-Studio in Zirl und fragte nach, ob wir bei ihnen eine CD aufnehmen könnten“, berichtet von Dehn. Zur Freude der Blasmusiker gab es die Zusage aus Tirol. Die Vorfreude war groß. „Wir dachten, das kann ja nicht so schwer sein.“ Seit drei Jahrzehnten sind D’Aubachtaler gut aufeinander eingespielt. Die Verantwortlichen suchten 20 Stücke heraus – um dann festzustellen, dass das mit dem Produzieren einer CD doch nicht so ganz einfach war.

„Teilweise haben wir uns Favoriten ausgesucht, die sich bei den Proben als viel zu schwer erwiesen“, erklärt von Dehn. Die Suche ging weiter, bis schließlich 15 Walzer, Polka, Märsche und auch moderne Stücke feststanden. Darunter sind nun Klassiker wie „Von Freund zu Freund“ und „Märchenwalzer“. Natürlich durfte auch der „Brautnacht Walzer“ nicht fehlen. Beim Einstudieren wuchsen die Musiker regelrecht über sich hinaus, offenbarten in „Böhmische Liebe“ das ungeahnte Gesangstalent von Theresa von Dehn und Michael Ginder.

Danach ging es nach Innsbruck ins Tonstudio. Das liegt ganz in der Nähe der Gemeinde Seefeld – allerdings dem Tiroler Seefeld. Und wieder dachten sie: Kann ja nicht so schwer sein. „Wir wurden schnell eines Besseren belehrt“, sagt von Dehn. Denn Jürgen Brunner am Mischpult war ein Profi vom ORF, der die Hechendorfer regelrecht in die Perfektion trieb. Wieder und wieder spielten die Bläser Geprobtes – und wieder und wieder ließ der Aufnahmeleiter sie wiederholen. „Nach dem zwanzigsten Mal sagt er: Jetzt passt’s.“

Zwei Wochenenden saßen die Blasmusiker von 8.30 bis 20.30 Uhr im Tonstudio, mit nur kurzen Pausen dazwischen. Das schweißte die Truppe noch fester zusammen, sagt Gründungsmitglied von Dehn. Das Resultat kann sich hören lassen. Die musikalische Qualität habe sich durch die Aufnahme hörbar verändert. „Zwischen dem Jubiläumskonzert und heute werden die Besucher einen deutlichen Unterschied merken, die Töne kommen noch sauberer“, freut sich von Dehn. Die CD ist etwas ganz Besonderes in der Geschichte D’Aubachtaler. Die begann vor 32 Jahren furios mit einem Auftritt in Afrika. Die Musiker haben seitdem Einiges erlebt, zahlreiche Auftritte in Hechendorfs Bürgerstadl gehabt – eine eigene CD hatten sie bis dato allerdings noch nie gemacht.

Eine Kostprobe davon bekommen Volksmusikfreunde am heutigen Freitag im Bürgerstadl Hechendorf zu hören. Dort spielt die 18 Musiker starke Truppe auf. Einlass für das Konzert ist um 18 Uhr. Los geht es um 19.30 Uhr. Dabei präsentieren die Musiker ihre CD. Der Eintritt ist frei – Reservierungen sind möglich. CDs können Interessierte nach der Präsentation kaufen. D’Aubachtaler wollen gewappnet sein, wenn Besucher nach einem schönen Konzert wieder Fragen stellen.

Bestellmöglichkeiten gibt es beim Konzert und unter www.volksmusiknoten.de. Die CD „d’Aubachtaler – des san mia“ kostet 15 Euro.

Michèle Kirner

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