Mit ihm geht es los: Matthias Egersdörfer.
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Mit ihm geht es los: Matthias Egersdörfer.

Kulturverein Räsonanz

„Damit das Blümchen wieder blüht“

  • Hanna von Prittwitz
    VonHanna von Prittwitz
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Bis in den April 2022 plant das Team des Seefelder Kulturvereins Räsonanz voraus. „Das ist weniger ein Zeichen von Mut als vielmehr Zuversicht“, sagt Vereinsvorsitzender Dr. Josef Hofmann.

Seefeld - Mit Matthias Egersdörfer und „Nachrichten aus dem Hinterhaus“ legt Räsonanz am Samstag, 25. September, im Pfarrsaal Peter und Paul in Oberalting los. Dabei handelt es sich bei den meisten Veranstaltungen um Nachholtermine. Bis auf den Auftritt von Roland Hefter, der vermutlich erst am Freitag, 4. Februar 2022 in Seefeld zu Gast sein wird. „Er hatte gleich das richtige Gespür und ahnte wohl, wie lange die Pandemie dauert.“

Bei den Agenturen und Künstlern hat der Kulturverein mittlerweile einen guten Ruf. Das bewährt sich nun. „Es hat sich herumgesprochen, dass wir die Künstler fair behandeln“, sagt Hofmann. Und schließlich wollten die Künstlerinnen und Künstler auch auftreten, um nicht völlig einzurosten. Tatsache sei allerdings, dass bei den Veranstaltungen der nächsten Monate niemand etwas verdiene. Bei 60, 70 verkauften Plätzen im Pfarrsaal, der bis zu 250 Menschen fasst, gut vorstellbar. „Wir machen das, damit das Blümchen wieder blüht.“ Natürlich gilt auch bei den Veranstaltungen im Pfarrsaal die 3G-Regel: geimpft, genesen oder getestet. Unproblematisch findet Hofmann das nicht. „Wir müssen Dinge kontrollieren, von denen wir keine Ahnung haben“, sagt er und spielt damit auch auf Besucher an, die mit getürkten Dokumenten unterwegs sind.

Hofmann macht sich schon ein bisschen Sorgen um seinen kleinen Verein. „Wir müssen schauen, das er nicht auseinanderfliegt“, sagt er und erklärt: „Der Verein lebt von dem Gemeinschaftserlebnis. Aufgabe und Motivation sind die Veranstaltungen. Und die waren weg.“ Man habe sich zwar trotzdem getroffen, „aber auf Dauer ist das nicht erfüllend“. Die derzeitige Lage sorge auch dafür, dass der Verein an Attraktivität für junge Leute verliere. „Dabei sind wir darauf angewiesen, dass sie dazukommen und Ideen mitbringen.“ Der Verein sei da sehr offen, „solange es nicht um Engagements geht, die uns in den Ruin treiben“. Nun sei doch alles etwa eingefahren. „Und über den nächsten Veranstaltungen schwebt ja immer noch die Ungewissheit.“ Mal ganz abgesehen von der Frage, ob die Leute wieder zurückfinden in den Veranstaltungssaal.

Trotzdem. Das Programm steht, und am 25. September legt Matthias Egersdörfer los. Neben Simon Pearce, Ulan & Bator und Michael Krebs sind auch die Wellküren und Mathias Tretter dabei. Das vorläufige Programm beschließt am Samstag, 9. April, mit Django Asül. Auch am Eichenalleefest der Gemeinde am Sonntag, 3. Oktober, will sich Räsonanz beteiligen. „Wir sind programmverantwortlich für eine der Bühnen auf Gut Delling und haben schon einige Musiker aus dem direkten Umkreis, die mitmachen wollen“, kündigt Hofmann an.

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