Ein Arbeitsplatz mit schönster Aussicht: Otmar Walch, neuer Pächter des Kiosk „Zur Wurzn“.
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Ein Arbeitsplatz mit schönster Aussicht: Otmar Walch, neuer Pächter des Kiosk „Zur Wurzn“.

Otmar Walch will Kiosk an Badestelle „Zur Wurzn“ am ersten warmen Tag eröffnen

Ein neuer Lieblingsplatz am Pilsensee

Aus dem Kiosk „Zur Wurzn“ am Pilsensee wird der „Lieblingsplatz“. Der neue Pächter heißt Otmar Walch (57). Eröffnet wird der „Wohlfühlplatz am Badestrand“ am ersten warmen Tag.

Seefeld - Der neue pink-pastellgrüne Anstrich vom Kiosk sticht dem Betrachter beim Vorbeifahren auf der Staatsstraße 2068 unwillkürlich ins Auge. Walch steht vor der Holzfassade und blickt über den Pilsensee. Dabei stellt er sich vor, wie die Sonne untergeht und seine Gäste in Loungemöbeln und mit einem Sundowner den Tag verabschieden – und sich selbst sieht er „mit roter Badehose als Baywatch“, scherzt er. Für karibisches Flair soll zukünftig aufgeschütteter Sand im Nordosten sorgen.

„Schon als Kind träumte ich davon, am Meer oder am Wasser zu leben“, sagt der gebürtige Österreicher. Mit dem Gasthof zur Post in Herrsching, den er mit seiner Frau Elisabeth Walch vor neun Jahren übernommen hat, rückte er erstmals näher ans Wasser heran. Zumindest beruflich erfüllt er sich jetzt den Traum mit dem Kiosk am Ostufer des Pilsensees, den Andrea Heidecker zuvor neun Jahre lang bewirtschaftete. „Ein Lieferant erzählte mir Ende Februar, dass der Kiosk frei wird“, sagt Walch. Unverzüglich kontaktierte er den Erholungsflächenverein München, Eigentümer des Strandbads „Zur Wurzn“. Walch bekam den Zuschlag und freut sich, dass derzeit das 1,5 Hektar große Gelände inklusive der 8000 Quadratmeter großen Liegewiese vom Verein zugleich auch noch saniert wird. „Jetzt fehlt nur noch, dass die Toiletten neu gemacht werden“, wünscht sich Pächter Walch.

Gemeinsam mit Mitarbeitern des Herrschinger Gasthofs bringt er die Holzhütte auf Vordermann. Das gleiche wie bei einer Kernsanierung, sagt er. „Wir packen zusammen an, damit was voran geht“, betont der ausgebildete Koch, der seit 1982 in Deutschland lebt. „Alles war sehr, sehr alt“, berichtet der 57-Jährige. „Die Holzschränke aus den 70er Jahren ersetzen hygienische Gastronomiemöbel aus Edelstahl“, zählt er auf. Die ehemals dunklen Holzwände sind jetzt strahlend weiß und in Richtung See bringt ein Fenster Licht ins Kämmerchen. Und die sogenannte Grillhütte machten die Arbeiter mit einem Betonfundament und einer Brandschutzplatte betriebsbereit.

Fortan schenkt Walch im Kiosk Augustiner Bräu aus, serviert Drinks mit und ohne Alkohol und bewirtet seine Gäste mit kleinen Schmankerln aus internationaler Küche. Eröffnung sei am ersten warmen Tag. Vorerst gibt’s natürlich alles nur „To-Go“ – doch hoffentlich bald wieder am Bistrotisch oder in den Liegestühlen, hofft er.

Geöffnet ist der „Lieblingsplatz“ in der Seefelder Straße 106 auf der Ostseite des Pilsensees bei schönem Wetter ab 9 Uhr bis nach Sonnenuntergang. Kostenlose Parkplätze befinden sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Michèle Kirner

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