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Seefelds Förderprogramm bewährt sich

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Vor allem die Wärmedämmung wurde in den vergangenen Jahren in Seefeld mit insgesamt mehr als 410 000 Euro bezuschusst. © dpa

Das Energie-Förderprogramm der Gemeinde Seefeld soll 2018 erneut aufgelegt werden. Die Zahlen sprechen dafür.

Seefeld – Das Energie-Förderprogramm der Gemeinde Seefeld ist eine Erfolgsgeschichte und hat Vorbildcharakter. 2018 soll es erneut aufgelegt werden. Sein Initiator, der ehemalige SPD-Gemeinderat Ernst Deiringer, ist überzeugt: „Der Erfolg ist messbar und bemerkenswert.“ Bis Ende Oktober waren heuer von den veranschlagten 75 000 Euro 61 000 Euro ausgegeben. „Und es liegen noch ein paar Anträge auf dem Tisch“, weiß Deiringer. Weitere Nachfrage könnte das Einheimischenprojekt in Hechendorf bringen. 

1999 legte die Gemeinde Seefeld das Programm erstmals auf. Damals wurde noch die Installation von Warmwasserkollektoren gefördert, ebenso wie Gasbrennwertkessel und Fotovoltaik. Die Gemeinde konzentrierte sich schließlich auf die Subvention von Wärmedämmung, regenerative Heizsysteme sowie Thermografie und auch Unterstützung beim „hydraulischen Abgleich“.

Mit mehr als einer Million Euro hat die Gemeinde über die Jahre hinweg private Maßnahmen gefördert, laut Deiringer konnten dadurch jährlich etwa 675 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden werden, 2000 Megawattstunden müssen gar nicht mehr erzeugt werden, beziehungsweise werden regenerativ erzeugt. Für Deiringer ist das ein gemeinsamer Erfolg des Energiewende-Vereins, der Gemeinde und der Bürger.

Hausbesitzer, die sich noch zum Jahresende für eine Sanierung entscheiden, haben gute Chancen, eine Förderung zu erhalten. Denn im Topf sind heuer noch etwa 14 000 Euro. Grundsätzlich beteiligt sich die Gemeinde an einer Maßnahme mit bis zu zehn Prozent. Wer also 50 000 Euro in die Wärmedämmung steckt, erhält 5000 Euro von der Gemeinde hinzu. Die höchste Fördersumme lag wie schon im Vorjahr bei gut 9000 Euro. Hausbesitzer können bis zu einem halben Jahr nach Rechnungsstellung ihre Unterlagen in der Gemeinde vorlegen, Ansprechpartner in der Gemeinde ist Ingo Spengler, z (0 81 52) 79 14 33.

Insgesamt investierte die Gemeinde seit 1999 in 345 Maßnahmen. Den größten Anteil macht dabei die Wärmedämmung aus – allein 153 Häuslebauer nahmen Mittel in Höhe von etwa 410 000 Euro in Anspruch. Das sind 40 Prozent der Fördersumme insgesamt. Bei Niedrigenergie- oder Passivhäusern beträgt die Fördermenge 298 000 Euro für 72 Anträge. In die Investition regenerativer Heizsystemeflossen 174 000 Euro – bei 52 Anträgen. Noch im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde um diese Zeit nur 37 000 Euro aus ihrem Fördertopf ausgegeben.

Große Hoffnungen setzt Deiringer für das kommende Jahr auch in das Einheimischenmodell in Hechendorf. „Ich würde mir wünschen, dass sich dort möglichst viele Menschen für Niedrigenergie- oder Passivhaus-Bauweise entscheiden und Anträge stellen“, sagt Deiringer. Bei Bedarf kann die Fördermenge auch auf 100 000 Euro erhöht werden. Ob das 2018 gilt, darüber entscheidet demnächst der Seefelder Gemeinderat. Häuslebauer, die sich über die Möglichkeiten informieren möchten, sind auch bei Seefelds Energieberater Herbert Petsch,  01 73/383 20 39 (auf Band sprechen) gut aufgehoben.

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