Gut besetzte Maschinenhalle: 66 der 86 Wahlberechtigten wählten Andreas Weiß zum Ortssprecher.  Foto: Andrea Jaksch
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Gut besetzte Maschinenhalle: 66 der 86 Wahlberechtigten wählten Andreas Weiß zum Ortssprecher.

Gemeindepolitik

Meiling hat einen neuen Ortssprecher

Andreas Weiß heißt der neue Ortssprecher des Seefelder Ortsteils Meiling. 86 Bürger hatten sich am Mittwochabend in der Maschinenhalle der Familie Ludwig versammelt, um ihre Stimmen abzugeben.

Meiling – Hinter Seefelds Geschäftsstellenleiter Fritz Cording liegt ein unruhiges Wochenende. Denn ursprünglich sollte die Wahl des Ortssprechers im Meilinger Feuerwehrhaus stattfinden. „Bin ich froh, dass wir das geändert haben“, sagte er nach der Veranstaltung am Mittwochabend. Die Wahl wäre im Feuerwehrhaus wegen des großen Andrangs nicht zu organisieren gewesen. Neben Gemeinderäten und ein paar Besuchern waren es schließlich 86 wahlberechtigte Meilinger, die der Einladung der Gemeinde zur Ortssprecherwahl in der Maschinenhalle der Familie Ludwig gefolgt waren. Das ist bei 250 Wahlberechtigten eine Beteiligung von rund 35 Prozent.

Die Meilinger konnten sich zwischen drei Kandidaten entscheiden: Neben Andreas Weiß, den der Bürgerverein (BVS) schon vor einigen Wochen um die Kandidatur gebeten hatte, wollten auch Alfons Ludwig und Florian Otte Ortssprecher werden. Alle drei stellten sich kurz vor, das Wahlergebnis war dann eindeutig: 66 Meilinger wählten Andreas Weiß, auf Alfons Ludwig entfielen zwölf Stimmen, auf Florian Otte acht.

Andreas Weiß freute sich merklich. Der 44-Jährige ist in Meiling aufgewachsen, seine Eltern waren bereits 1964 in den Ort gezogen. Weiß ist Meiling treu geblieben und lebt dort mit seiner Frau und seinen beiden Kindern, zehn und fünf Jahre alt. Der IT-Angestellte engagiert sich seit jeher bei der Feuerwehr, bei der Blaskapelle Seefeld und auch hinter den Kulissen. „Bei allem, was wir hier in Meiling veranstalten, und das ist jede Menge, mache ich eigentlich im Hintergrund mit.“ Die Idee, sich politisch zu engagieren, hatte Weiß bei der Bürgerwerkstatt des Lenkungskreises im Rahmen des Ortsentwicklungsprozesses. „Das fand ich sehr spannend.“ Er lernte Johanna Senft, Bürgermeisterkandidaten des BVS kennen, und kandidierte bei der Kommunalwahl schließlich auch auf der Liste des Bürgervereins.

Jetzt ist er gespannt, was auf ihn zukommt. Bei einem Kollegen, der im Dachauer Hinterland Ortssprecher ist, hat er schon vorgefühlt. Und auch bei Fritz Cording, der ihm das eine oder andere erklärt hat. In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen wird sich Weiß gemeinsam mit dem Ortssprecher, der am Donnerstagabend in Unering gewählt werden soll, vorstellen. Ein erstes Thema hat er schon auf der Agenda: „Das Thema Funkmast, da bin ich schon drauf angesprochen worden.“ Wie berichtet, soll im Wald zwischen Meiling, Weßling und Wörthsee ein Funkmast gebaut werden. Diese Planung hat bei Waldbauern schon für Unruhe gesorgt. Dazu kommen die vielen kleinen Themen und auch Problemchen, wie etwa die Tatsache, dass die Glaswände des neuen Bushäuschen gesäubert gehören, oder auch die Planung eines Ramadamas.

Fritz Cording war nach der Veranstaltung voll des Lobes für die Meilinger. „Das ist wirklich prima und völlig reibungslos und unaufgeregt vonstatten gegangen.“ Die Familie Ludwig habe die Scheune ausgeräumt und hergerichtet, die Feuerwehr Stühle und Tonanlage organisiert. Alles aus dem Stand, denn Cording hatte erst am Montag, nach seinen schlaflosen Nächten, bei Ludwigs angefragt. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte er.

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