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"Räsonanz" heißt der neue Kulturverein in Seefeld. Mit "Kultur in Schloss Seefeld" will er aber nicht konkurrieren. 

Neuer Kulturverein in Seefeld

Zwei Kulturvereine, zwei Marken

Seefeld - In Seefeld gibt es einen zweiten Kulturverein. "Räsonanz" will bodenständige Veranstaltungen organisieren. Konkurrenz soll es keine geben. 

In Seefeld gibt es einen zweiten Kulturverein. „Räsonanz“ haben die Vorstandsmitglieder um Dr. Josef Hofmann ihn getauft – wie bereits im Sommer angekündigt (wir berichteten). Damals stand der Besuch beim Notar noch aus. Mittlerweile hat er stattgefunden, eine Website gibt es auch und am 18. Februar findet die erste öffentliche Veranstaltung statt. Hofmann, in den vergangenen drei Jahren bei „Kultur im Schloss Seefeld“ verantwortlich für die Sparte Kabarett, hat seine Ankündigung aus dem vergangenen Sommer in Taten umgesetzt. Im Herbst fanden bereits zwei Abende für „Family and friends“ statt, wie Hofmann berichtet. Sozusagen als Generalprobe, bekannt gemacht nur durchs Weitersagen. Die Alte Fabrik der ehemaligen Seefelder Möbelwerkstätten in Hechendorf diente als Veranstaltungsort, die offiziellen Events des jungen Vereins allerdings werden in offiziellem Rahmen und im Pfarrheim Peter und Paul in Oberalting stattfinden. Andreas Giebel (19. Februar) und Georg Ringsgwandl (8. April) haben zugesagt, insgesamt plant der Verein etwa 20 Veranstaltungen im Jahr. „Wir wollen uns nicht überheben“, sagt Hofmann vorsichtig. Bei den beiden Warm-up-Veranstaltungen hat sich die Alte Fabrik bewährt, für größere Events allerdings ist sie nicht geeignet, „Wir müssen jetzt erstmal mit den Behörden klären, was dort möglich ist“, sagt Hofmann. An Umbauten ist nicht gedacht, „wir wollen das fabrikhafte der Fabrik auch nicht verlieren“. Büroräume wollen Hofmann und seine Mitstreiter ebenfalls nicht einrichten. „Wir wollen das ganze schlank halten.“ Auch das große Schild mit dem Schriftzug Räsonanz, das nun einige Wochen den Weg hinauf zur Fabrik schmückte, wird wieder entfernt. „Das war nur für die Veranstaltungen“, sagt Hofmann. An seiner Seite stehen alte Bekannte wie beispielsweise Dr. Sebastian Schmidinger, verantwortlich für die Rubrik „Gespräche“, oder auch der ehemalige SPD-Gemeinderat Dr. Uli Dittmann, der die Sparte Literatur übernommen hat. Die Finanzen verwaltet Karin Fischer, Dr. Oliver Dimbath ist für die Musikveranstaltungen verantwortlich, die Technik organisiert Uli Leinfelder. Administration übernimmt Melinda Leinfelder, um die Website und Reservierungen kümmert sich Dr. Sven Nissen-Meyer. Hofmann sieht nach wie vor keine Konkurrenz zum etablierten Kulturverein. „Das hat man an den beiden Abenden in der Fabrik schon gesehen, das war ein ganz anderes Publikum“, sagt er. „Wir gehen ganz bewusst in eine eher rohe, ungehobelte Geschichte“. Der Verein wolle vornehmlich Künstler aus der Region buchen. Konkurrenz sei da wirklich nicht das Ziel, „das wäre auch schwachsinnig, zumal es ohnehin viel zu wenige Menschen gibt, die sich für Kultur engagieren“. Dass für die Realisierung sozusagen bodenständiger Kulturveranstaltungen gleich die Gründung eines neuen Vereins nötig war, findet Hofmann nicht problematisch. „Wir sind einfach unterschiedliche Marken.“ Im Sommer hatte er angekündigt, seinem alten Verein als Berater zur Seite stehen zu wollen. „Das Angebot gilt nach wie vor, aber es gibt offensichtlich keinen Bedarf dafür und das ist auch in Ordnung.“

hvp

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