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Freuen sich auf einen barrierefreien S-Bahn-Halt Seefeld-Hechendorf: Bürgermeister Wolfram Gum (r.) und Fritz Cording, Geschäftsleiter der Gemeinde.

Nach langem Kampf

Gemeinde Seefeld meldet „Sensation“: Barrierefreier Bahnhof für Hechendorf

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Nach Jahrzehnten geht ein großer Seefelder Wunsch in Erfüllung: Der S-Bahnhof in Hechendorf soll barrierefrei ausgebaut werden. Die Gemeinde habe die Zusage von „hochrangigen Entscheidern“ des Verkehrsministeriums und der Bahn bekommen.

Hechendorf – „Eine Sensation – endlich Licht am Ende des Tunnels“: Unter diesem Titel verkündete die Gemeinde Seefeld am Montag, dass die S-Bahn-Haltestelle im Ortsteil Hechendorf barrierefrei ausgebaut werden soll. Sensationell ist nicht die Tatsache an sich; behindertengerechte Bahnhöfe sind heutzutage vielerorts selbstverständlich. Die Seefelder allerdings mussten für die Zusage jahrzehntelang kämpfen. Seit 30 Jahren ist Wolfram Gum Bürgermeister, der Wunsch des barrierefreien Ausbaus ist aber noch älter. „Vom ersten Tag an war das die Bitte an mich. Schön, dass nun auf den letzten Metern meiner Amtszeit noch was geht“, sagt CSU-Mann Gum, der bei der Wahl am 15. März nicht mehr antritt.

Die positive Nachricht erfuhr eine sechsköpfige Delegation der Gemeinde laut der Mitteilung bei einem Gespräch mit „hochrangigen Entscheidern“ des Bayerischen Verkehrsministeriums sowie der Bahn. Initiiert hatte das Treffen BVS-Gemeinderätin Johanna Senft, die sich seit vielen Jahren für die Barrierefreiheit am Bahnhof einsetzt. Die Entscheider hätten den Ausbau erstmals „unter Mitwirkung“ der Gemeinde in Aussicht gestellt. „Es kann sein, dass sie Zuschüsse von uns wollen“, erklärt der Bürgermeister auf Nachfrage.

Bürgermeister Gum: „Das ewige Seefelder Thema schlechthin“

Konkret ist „bei dem ewigen Seefelder Thema schlechthin“ (Gum) aber noch nicht viel. Die Bahn steckt noch in der Planungsphase und konnte die Anfrage des Starnberger Merkur am Montagnachmittag noch nicht beantworten. Fest steht laut Gemeinde: Die Arbeiten am Halt Seefeld-Hechendorf sollen im Zuge des zweigleisigen Ausbaus zwischen Steinebach und Hechendorf realisiert werden. Mit letzterem soll im September 2023 begonnen werden. Eine mögliche Varian-ten für den Bahnhof Hechendorf ist ein breiterer Mittelbahnsteig, der per Lift erreicht werden soll. Dafür müssten die Gleise dementsprechend verlegt werden. Eine Option ist laut Gemeinde auch ein zweiter Bahnsteig außerhalb der Gleise. Gum rechnet mit einer Realisierung zwischen 2023 und 2025. Es könne sein, dass neben dem Aufzug auch Rampen gebaut und die Treppen verbreitert werden.

Kampf für barrierefreien Bahnhof seit Jahrzehnten

Schreiben an hochrangige Politiker, Sondersitzungen, eigene Planungsvorschläge, Vorstöße von Behindertenbeauftragten: Die Seefelder haben in den vergangenen Jahrzehnten viel Energie aufgewendet, um den Bahnsteig besser zugänglich zu machen. Nicht nur für Menschen mit Handicaps – auch für jene, die mit schweren Koffern zum Flughafen müssen. Dorthin fährt die S-Bahn-Linie 8 Richtung Norden schließlich. „Viele unserer Vorschläge wurden sofort abgelehnt“, erinnert sich der Bürgermeister.

Vom Bau der zweiten Stammstrecke in München soll auch das Umland profitieren: Die Zweigleisigkeit zwischen Steinebach und Hechendorf soll den 15-Minuten-Takt sichern. Bisher fahren die Züge alle 20 Minuten.

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Der Seefelder Wald hat eine lange Krankenakte, sein Zustand ist schlecht. Die Gründe dafür erläuterte Forstdirektor Armin Elbs am Wochenende im Seefelder Pfarrheim. Natürlich ging es auch um den Klimawandel. Und am Rande auch um Peter Wohlleben, den Autor von „Das geheime Leben der Bäume“.

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