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So soll das neue Gebäude aussehen: Der Supermarkt-Anbau überdacht Teile des Parkplatzes. Rechts führt die Hauptstraße an dem Komplex vorbei.

Erweiterung in Seefeld

Größerer Supermarkt und drei Wohnungen

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Schon lange tüfteln die Gemeinde Seefeld und Walther Kloiber, Eigentümer des Supermarkt-Gebäudes in Seefeld, an einer Erweiterung (wir berichteten). Jetzt gibt es konkrete Planungen.

Seefeld – Mittlerweile scheint die Sache spruchreif zu sein: In der Sitzung am Dienstag präsentierte Florian Gebauer aus Wörthsee eine umfassende Planung, die neben der Erweiterung des Supermarkts auch den Bau von drei Wohnungen vorsieht.

Von der Seefelder Hauptstraße aus wird sich nicht viel verändern: Die Erweiterung der Supermarktfläche vollzieht sich im hinteren Bereich in Richtung der Parkfläche hinter dem Alten Rathaus. Unter dem Supermarkt soll sich dann eine Parkfläche mit 14 Plätzen befinden. Und auf dem Vollsortimenter ist Platz für drei Wohnungen: 115, 125 und 160 Quadratmeter groß.

Die Verkaufsfläche des Supermarkts vergrößert sich von 720 auf 1180 Quadratmeter. Der Anbau ist um 80 Zentimeter tiefer als das jetzige Gebäude, in dessen Obergeschoss sich unter anderem ein Fitnessstudio befindet. Auch die Verhandlungen mit dem jetzigen Supermarktbetreiber Edeka sind offensichtlich weit gediehen, Gebauer sprach von einem 15-Jahres-Vertrag.

„Wenn wir das so realisieren können, wäre das ein Gewinn für Seefeld“, freute sich Bürgermeister Wolfram Gum. Offen ist, was mit dem Alten Rathaus geschieht. Es soll auf jeden Fall stehen bleiben, dies hatte Bauherr Kloiber auch gegenüber dem Starnberger Merkur stets betont. Gum äußerte die Hoffnung, auch in Zukunft den ehemaligen Sitzungssaal für Trauungen nutzen zu können. „Das schauen wir uns an“, sagte Gebauer. Er geht davon aus, dass neben Verwaltungsräumen auch eine Arztpraxis im Rathaus einziehen könnte.

Dr. Sonja Hoppe (Grüne) wunderte sich nur über die Aufteilung der drei Wohnungen: „160 Quadratmeter – das ist ja schon sehr groß.“ Dies sei der Stellplatzfrage geschuldet, erklärte Gum. 78 musste Kloiber insgesamt nur für den Supermarkt ausweisen lassen, sonst hätte das Landratsamt das Vorhaben nicht genehmigt. Für die Wohnungen sind fünf vorgesehen.

Glücklich mit der Planung war auch Josef Wastian (FWG): „Ich bin sehr froh, dass wir soweit sind. Das war immer unser politischer Wille.“ Er plädierte nur dafür, die Anfahrt zum Parkplatz über eine Einbahnstraße zu regeln. Grundsätzlich ist die Parkfläche von der Hauptstraße und auch der Franz-Krämer-Straße erreichbar.

Dr. Oswald Gasser (FDP) wollte noch wissen, ob die mögliche Ausweitung der Öffnungszeiten Schwierigkeiten im Hinblick auf die Wohnungen bereiten könnten. „Wir sind bei den entsprechenden Gutachten schon von Öffnungszeiten bis 22 Uhr ausgegangen“, antwortete Gebauer.

Gegenüber dem Starnberger Merkur versicherte der 71-jährige Kloiber nach der Sitzung: „Ich will nur etwas tun, was gut ist für den Ortskern.“ Es gehe ihm um die Infrastruktur, denn wenn der Supermarkt nicht bestehen bliebe, „bleibt nichts anderes als eine Schlafstadt“. Er deutete allerdings an, dass ihn die vergangenen Monate Nerven gekostet hätten. „Ich bin da schon an Grenzen gekommen.“ Dass sich die Sache weiter so positiv entwickelt habe, sei nicht zuletzt den drei Seefelder Bürgermeistern Gum, Josef Schneider (CSU) und Gasser zu verdanken. Derzeit gehören das Alte Rathaus und die Parkfläche noch der Gemeinde. Mit dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats wird die Verwaltung nun mit Kloiber in die Kaufverhandlungen eintreten – und das Bauleitplanverfahren einleiten.

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