Ein kleiner Teil der vielen Helfer bei seiner Arbeit in Seefeld.
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Ein kleiner Teil der vielen Helfer bei seiner Arbeit in Seefeld.

An die 100 Menschen sammeln bei Ramadama erschreckend viel Müll

Groß und Klein räumen in Seefeld auf

  • Simon Nutzinger
    vonSimon Nutzinger
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Autoreifen, der verrostete Rest eines Mofas, Plastikfolien, Kippen und Hunderte volle Gassibeutel: In Seefeld haben fast an die 100 Menschen am gemeindlichen Ramadama teilgenommen und ihren Ort von Müll befreit.

Seefeld - „Ich bin begeistert von diesem Engagement“, freute sich Seefelder Bürgermeister Klaus Kögel, der an die Helfer im Anschluss an die Aktion Semmeln und Brezn verteilte. Während die Uneringer ihr Ramadama im Sommer nachholen, versammelten sich in Oberalting rund zehn Menschen, in Hechendorf an die 50, in Drößling und Meiling jeweils mehr als 20 Helfer, um ihre Heimat von Müll zu befreien – unter ihnen viele Kinder und Jugendliche. „Die Meilinger haben berichtet, sie hätten noch nie so viele Alkoholflaschen und Dosen an der Eichenallee gefunden“, sagte Kögel. Allein in Hechendorf sammelten die Teilnehmer einen ganzen Container voll mit Müll. Die Müllmengen seien wohl auch dem wachsenden Druck der Naherholer zu verdanken. „Da werden wir uns etwas einfallen lassen müssen.“ Unter anderem werde die Gemeinde wohl noch mehr Mülleimer für die Gassibeutel aufstellen müssen.

Prof. Martin Dameris, der im Ortsteil Oberalting unterwegs war, sammelte mit fünf Erwachsenen und vier Kindern innerhalb von vier Stunden „fünf große Säcke voll Müll“ zusammen, so der SPD-Gemeinderat. Auch Coffee-to-go-Becher fischten Dameris und Co. haufenweise aus den Wiesen. „Bei vielen konnte man darauf noch ganz groß das Bio-Zertifikat lesen“, sagt Dameris. „So etwas ärgert mich maßlos.“ Der Spaß kam bei der Aktion allerdings auch nicht zu kurz. So hatten die vier Kinder große Freude daran, die vielen Zigarettenstummel mit ihren Müllzangen vom Boden in die Müllsäcke zu verfrachten. „Die waren mit großer Motivation bei der Sache“, sagt Dameris und lacht. Damit der Müll in Oberalting in Zukunft ein bisschen weniger wird, hat er eine Idee. Jeder Spaziergänger solle doch einen kleinen Beutel mitnehmen und darin den Müll verräumen, den er währenddessen entdeckt. „Natürlich nur, solange es keine Dinge sind, die man lieber nicht anlangt.“

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