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Freuen sich alle über den geglückten Neubau: (v.l.) Hortleiterin Anita Kolednik, Bauamtsleiterin Imke Friedrich, Geschäftsstellenleiter Fritz Cording, Betreuerin Deniz Sözcü sowie (vorn v.l.) die Kinder Oskar, Annika, Gustav und Tim.

Neubau in Hechendorf

Hortkinder freuen sich auf neue Bleibe

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Lichte, hohe Räume, moderne Küchen, Fotovoltaik auf dem Dach und dann noch Seeblick, jedenfalls im Winter: Der neue Hort in Hechendorf, die Villa Regenbogen,  ist so gut wie fertig. In den nächsten Wochen können die Kinder einziehen.

Hechendorf – Diese Termine machen allen Spaß: Stolz zeigen Seefelds Geschäftsstellenleiter Fritz Cording und Bauamtschefin Imke Friedrich die neuen Räume neben der Hechendorfer Grundschule, in denen in Zukunft insgesamt 50 Hortkinder Platz haben werden. Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass der 28 Jahre alte Container, in dem sich die Mittagsbetreuung bis dahin befunden hatte, abgerissen wurde. Die Kinder zogen in die alte Turnhalle im Souterrain der Grundschule – die dafür wirklich sehr gemütlich eingerichtet wurde. Die 25 Hortkinder blieben in ihren Räumen daneben. Dann begannen die Bauarbeiten. Binnen weniger Wochen zog die Baufirma das an die Grundschule angebundene neue Gebäude hoch. „Das hat alles gut geklappt“, berichtet Cording. Man bleibe vielleicht unter den veranschlagten Kosten von 900 000 Euro. „Es heißt immer, Gemeinden können nicht günstig und im Zeitplan bauen. Aber wenn die Planung gut ist, können wir das natürlich schon“, sagt Cording. Nun ist der Anbau so gut wie fertig. Kurz vor Beginn der Osterferien wurden auch die letzten Brandschutztüren montiert, in den nächsten Tagen sorgen die Maler noch für den perfekten Glanz.

Insgesamt stehen den Hortkindern in Zukunft knapp 355 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Die Räume für die insgesamt zwei Hortgruppen sind jeweils knapp 63 Quadratmeter groß, dazu kommt ein Hausaufgabenbereich mit 45 Quadratmetern. Im Souterrain befinden sich Lagerflächen, Teamzimmer, Besprechungsraum, Putzkammer und auch die Haustechnik. „Wir speisen ein und verbrauchen den Strom selbst“, erklärt Imke Friedrich. Seit kurzem ist die Anlage am Netz. „Sie wird den Hortverbrauch zu 100 Prozent abdecken und wohl auch den der Schule.“

Lastenaufzug bis in den Keller

Die Aufenthaltsräume sind hoch und licht, im Obergeschoss wurde auf eine Zwischendecke verzichtet. „Das war eine lange Diskussion, aber es hat sich gelohnt“, sagt Friedrich mit einem Blick nach oben. Holzbalken sind zu sehen, Lochdecken sorgen für Schallschutz. Jede Hortgruppe à 25 Kinder hat ein eigenes Stockwerk sozusagen. Die beiden Küchen sind durch einen Lastenaufzug verbunden, der bis hinunter in den Keller fährt. Neue Toiletten waren nur im Untergeschoss nötig. Die Hortkinder nutzen die sanitären Anlagen der Schule.

Nicht nur die Seefelder Verwaltung freut sich über den Neubau. Auch Hortleiterin Anita Kolednik strahlt. „Die letzten Monate in der Baustelle waren nicht so einfach. Wir freuen uns riesig auf die neuen Räume.“ In den nächsten Wochen wird sie gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin Deniz Sözcü das Mobiliar und Spielzeug die Stufen hoch in die neuen Räume tragen, nach und nach. Und die Kinder der Mittagsbetreuung machen es sich in den ehemaligen Horträumen gemütlich.

Offizieller Umzug des Horts ist dann um Pfingsten vorgesehen. Auch ein kleines Fest ist geplant. Und nach den Sommerferien eröffnet der BRK eine zweite Hortgruppe für weitere 25 Kinder. „Wir sind dann in der Gemeinde gut aufgestellt“, sagt Cording. Jedenfalls, solange die Kommune kein weiteres Wohngebiet ausweist, was aber vorerst nicht geplant ist. Aufgrund der größeren Firmen ringsum ist die Fluktuation im Ort groß. „Das ist viel Bewegung. Aber gewachsen ist Seefeld in den vergangenen zehn Jahren nur um etwa 400 Menschen“, berichtet Cording.

„Wir sind gut aufgestellt“

Insgesamt kann die Gemeinde mit der Eröffnung des neuen Horts im Sommer 110 Hortplätze und 90 Mittagsbetreuungsplätze anbieten. Verteilt sind diese auf Einrichtungen der Nachbarschaftshilfen Seefeld und Hechendorf sowie dem Kinderhaus St. Hedwig in Oberalting. „Wir sind gut aufgestellt“, sagt Cording. Träger des Horts und der Mittagsbetreuung in Hechendorf ist das BRK – er sucht für die Erweiterung in Hechendorf noch Personal. Interessenten können sich auch bei der Gemeinde Seefeld melden.

Vor der Tür des neuen Gebäudes schaut es indessen noch nach Baustelle aus. Im Sommer soll dort ein kleiner Spielplatz entstehen, für den die Hortkinder einen Wunschzettel schreiben durften. Sie können sich auf ein Baumhaus und einen Kletterturm freuen, vielleicht sogar ein Trampolin. „Nur den Süßigkeitenautomat, den sie auch gerne hätten, den gibt’s eher nicht“, sagt Friedrich mit einem Zwinkern.

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