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Wenn alles gut läuft, erstrahlt das Hechendorfer Bahnhofsgebäude bald in neuem Glanz. 

S-Bahnhof in Seefeld-Hechendorf

Neuer Glanz für alten Bahnhof

Hechendorf - Im Hechendorfer Bahnhof sollen ein Buchladen und ein Restaurant entstehen. Am Dienstag entscheidet der Gemeinderat. 

Im März 2015 haben Seefelds Gemeinderäte entschieden, den S-Bahnhof in Hechendorf an Dr. Isabel und ihre Tochter Caroline Mühlfenzl zu verkaufen. Die beiden möchten in dem Bahnhof einen italienischen Feinkostmarkt mit Restaurant und einer Buchhandlung etablieren. Die Buchhandlung könnte Caroline Mühlfenzl selbst betreiben – sie ist vom Fach und bereits Besitzerin einer Buchhandlung in Luxembourg. Bei der Gastronomie setzen die beiden auf David Hauer, der im Herbst im Dießener Bahnhof ein „va béne mercatino“ eröffnet hat. Mittlerweile sind die entscheidenden Hürden genommen, der Kaufvertrag ist unterzeichnet. 

Der Weg dahin war mühsam. „Da war im Vorfeld so viel abzuklären, das kann man sich gar nicht vorstellen“, sagt Dr. Isabel Mühlfenzl. Die agile Hechendorferin, Jahrgang 1927, wohnt ganz in der Nähe des Bahnhofs. Gemeinsam mit ihrer Tochter und dem Architekten hat sie trotzdem unbeirrt ein Konzept für den Bahnhof entwickelt, das zumindest in der Verwaltung schon für helle Freude gesorgt hat. 

„Das könnte wirklich schön werden“, schwärmte Bauamtschefin Imke Friedrich gestern. Die Gemeinderäte nehmen die Pläne am Dienstag unter die Lupe. Geht der Antrag durch, können die Mühlfenzls zumindest mit dem Umbau der Wohnungen im ersten Stock sofort beginnen. Allerdings ist auch eine Nutzungsänderung nötig. So soll der offene Torbogenbereich für das Restaurant zu einem geschlossenen Gastraum werden. Über diese Nutzungsänderung entscheidet das Landratsamt. „Da weiß man nicht, wie lange es dauert“, sagt Friedrich. Sie werde aber von ihrer Seite aus alles versuchen, damit es schnell gehe. 

Wie sich die Bahnhofsbaustelle in das Chaos einfügt, das ab März in Hechendorf zu erwarten ist, daran will Friedrich gar nicht denken. Wie berichtet, wird die Inninger Straße für Kanalarbeiten über einen längeren Zeitraum komplett gesperrt, der Durchgangsverkehr über die Bahnhofstraße und die Günteringer Straße umgeleitet. „Das muss man ganz genau hintüfteln mit dem Bahnhof“, kündigt Friedrich an.

Die Sitzung am Dienstag, 19. Januar, beginnt um 19.15 Uhr im Technologiepark.

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