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Beliebte Hochkopf-Hütte: Mitglieder der Alpenvereinssektion Vierseenland sanierten die Hütte innerhalb von zwei Jahren. Unser Archivfoto zeigt die Einweihung und Bergmesse 2003.

Großes Fest am Sonntag

In 60 Jahren von null auf 2640 Mitglieder: DAV Vierseenland feiert Jubiläum

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Die Alpenvereinssektion Vierseenland feiert Geburtstag. Der Vorstand präsentiert dabei die Geschichte als Bilder-Schau, quasi 60 Jahre in 20 Minuten.

Seefeld – 800 Kilometer weit ist der Luftballon damals geflogen. An das Wettfliegen bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen erinnern sich viele der 2640 Mitglieder der Alpenvereinssektion Vierseenland in Seefeld noch heute. „Der ist irgendwo in Italien gelandet“, sagt Herbert Petsch (57). Weil die Aktion ein großer Erfolg war, möchte sie der Vorstand zum 60-jährigen Bestehen wiederholen. Wie weit die Luftballons dieses Mal fliegen, sehen die Mitglieder bei der großen Feier an diesem Sonntag.

Petsch rechnet mit etwa 200 Besuchern. „Uns geht es dabei um Spaß. Wir wollen keine stade Veranstaltung, es soll sich was rühren.“ Neben dem beliebten Ballon-Wettflug bietet der Verein einige weitere Aktionen (siehe Kasten). Besonders das Bergsteiger-Quiz könnte für alle Besucher interessant werden, sagt Petsch. Darin geht es natürlich auch um Berge und den Verein – aber auch um Geschicklichkeit. Eingeleitet wird der Feiertag mit einem Festgottesdienst des Seefelder Pfarrers Roland Böckler. Er hält auch die Bergmessen für den Alpenverein und schneidet die Messe auf das Jubiläum zu. Die Besucher des Festes können die Geschichte des Vereins später bei einer Bilder-Schau von Vorstand Petsch verfolgen. Er verspricht: „Das wird kurzweilig.“ Auch Mitglieder anderer Ortsvereine sind eingeladen – die sollen auch die anderen Aktionen erleben.

Es lohnt sich, einen Blick auf die Geschichte des Vereins zu werfen. „In den ersten 40 Jahren ging es vor allem um das Bergsteigen und was es alles an Touren gibt.“ Die Mitgliederzahl steigerte sich nach der Gründung 1957 über die Jahre schnell. Seit Petschs Amtsantritt 1999 hat die Zahl noch mal gehörig zugenommen: von 1000 auf 2640. Weil auch die Bürokratie zugenommen hat, war der Umzug der Geschäftsstelle im vergangenen Jahr aus den privaten Räumen der Familie Petsch in das alte Rathaus Seefeld von enormer Bedeutung. Dort kümmern sich fünf Ehrenamtliche um die Verwaltung. Gerne könnten es mehr Helfer sein, sagt Petsch. „Aber je größer ein Verein ist, desto anonymer ist er auch.“

Zu verwalten ist auch die frühere Jagdhütte von König Ludwig. Die Hochkopf-Hütte hat der Verein seit 2001 gepachtet. In 6383 Arbeitsstunden sanierten sie Mitglieder damals. „Es war genial“, sagt Petsch, „das hat uns extrem zusammengeschweißt.“ Die Hütte ist bei den Mitgliedern zum Anmieten sehr beliebt.

Über 600 Jugendliche sind in dem Verein. Für viele von ihnen ist Bergsteigen heute etwas anderes, sagt Petsch. „Die Kletterhallen sind ein großer Magnet. Dort können sie öfter üben als bei Bergtouren.“ Er kann dem Wandel aber Positives abgewinnen: „Dafür sind unter ihnen richtig gute Kletterer.“ Wie es war, als Petsch und seine Bergsteigerkollegen früher zum Klettern am Felsen waren, können Besucher des Jubiläumsfestes sehen.

Und das ist das Programm für diesen Sonntag:

9 Uhr: Festgottesdienst in Seefeld – Kirche St. Peter und Paul

Anschließend kurze Begrüßung der Gäste im Pfarrsaal

Ab 11 Uhr: Weißwurstbrotzeit

Ab 14 Uhr: Kaffee und Kuchen

14.30 Uhr: Luftballon-Wettflug

Zu den Angeboten gehören auch eine Bilderausstellung zu den Sektionstouren, Kinderschminken, Hüpfburgen sowie ein Bergsteiger-Quiz.

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