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Eng und stark befahren: die durch Drößling führende Staatsstraße.

Verkehr

In Drößling ist es 5 vor 12

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Enge Kurven, kein Gehweg und stetig zunehmender Verkehr: Im Seefelder Ortsteil Drößling trauen sich die Bewohner immer weniger auf die Straße. Eine Lösung muss her.

Drößling – Den Drößlingern langt es schon lange. Der Schwerlastverkehr durch den Ort sorgt seit Jahren mehrmals wöchentlich für Stau in dem kleinen Seefelder Ortsteil. Die neue Kirchenmauer weist schon die ersten Schrammen auf und Christoph Preininger (CSU) versorgte seine Ratskollegen in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend mit Fotos von einem Unfall im Begegnungsverkehr, wie er sich relativ oft dort ereignet: An der engsten Stelle stoßen die Fahrzeuge zusammen, dann geht nichts mehr.

„Dann wird die ganze Straße richtig ausgebaut“

In der Sitzung entwickelte sich dann auch eine lebhafte Debatte über Lösungsmöglichkeiten. Dr. Oswald Gasser (FDP) wollte am liebsten gleich vor dem Straßenbauamt in Weilheim demonstrieren. Nun soll aber doch erstmal ein Mitarbeiter des Straßenbauamts in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen sagen, was möglich ist. Zum Teil gilt Tempo 30 auf der Staatsstraße, die durch den Ort führt, aber das verhindert nicht, dass es zu eng ist in Drößling, vor allem für Fußgänger. Für die gibt es an den entscheidenden Stellen nämlich keinen Fußweg. „Da hast du ein schlechtes Gewissen, wenn du die Kinder alleine zur Bushaltestelle laufen lässt“, sagte Preininger.

Mehrmals schon war die Gemeinde vorstellig beim Staatlichen Bauamt in Weilheim, das für die Staatsstraße zuständig ist. Seefelds Geschäftsstellenleiter Fritz Cording betonte wiederholt: „Wir können nichts machen.“ Das Straßenbauamt wüsste um die Situation. Und wäre dem Bau eines Fußwegs gegenüber nicht abgeneigt, würde ihn sogar zahlen „Aber dann wird die ganze Straße richtig ausgebaut“, sagte Ralf-Peter Beutel vom Seefelder Bauamt. Das aber wollen die Drößlinger auch nicht, mal ganz abgesehen davon, dass dafür Grund abgetreten werden müsste. Dr. Oswald Gasser (FDP) schlug die Verlegung der Bushaltestellen vor, doch das macht keinen Sinn. „Die Straße trennt den Ort, für Fußgänger gibt es keine Ausweichmöglichkeiten“, stellte Preininger fest.

Peter Schlecht (FWG) warf das Wort Umgehungsstraße in den Raum. Vor langer Zeit gab es da mal Überlegungen. Tatsache aber ist, dass zum einen landschaftlich wertvolle Flächen Drößling umgeben, und zum anderen eine schnelle Lösung her muss. Ute Dorschner (SPD) war überzeugt, dass eine Ampel die beste Lösung sei. „Dann ist auch Platz für eine einspurige Fahrbahn und einen Gehweg.“ Ob indessen ein Gehweg in der jetzigen Situation, also ohne Ampel Sinn macht, bezweifelte Johanna Senft (BVS). 

Richard Dreyer: „Es ist 5 vor 12“

„Das ist doch eher noch gefährlicher für die Fußgänger dort.“ Dr. Brigitte Altenberger (SPD) schlug vor, auch den seit Dezember intensivierten Busverkehr als Argument für eine Lösung anzuführen. „Der sorgt doch für eine neue Situation“ befand sie. Preininger bestätigte, dass auch die Busse oft stehenbleiben müssten, „weil sie sich immer genau an der Mauer treffen.“ Dann könne auch eine Ampel her, schloss Uli Pirzer (FWG). „Denn auch so stehen die Autofahrer.“

Bei dem von Preininger dokumentierten Unfall war es nur zu Blechschäden gekommen und nicht mal die Polizei vor Ort gewesen. Doch niemand will warten, bis etwas Schlimmes passiert. „Es ist 5 vor 12“ mahnte Richard Dreyer, der wie Wagner und Preininger in Drößling wohnt. Das Gespräch mit dem Straßenbauamt soll bald stattfinden.

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