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Wohl bis Mitte März gibt es im Aubachtal unterhalb von Meiling kein Durchkommen, auch nicht für Fußgänger und Radler. Derzeit wird die alte Brücke erneuert. Keinen Tag zu früh, wie sich bei den Arbeiten gezeigt hat. 

Aubachtal bei Seefeld

Brücken-Neubau in letzter Minute

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Im Seefelder Aubachtal wird die alte Brücke erneuert. Es wurde höchste Zeit.

Seefeld – Einen längeren Umweg müssen Fußgänger derzeit im Aubachtal zwischen Meiling und Seefeld in Kauf nehmen. Der Grund: Die alte Brücke im Aubachtal wird erneuert. Dabei hat sich gezeigt: Es war höchste Zeit.

Die Planungen für die Erneuerung des aus dem Jahr 1916 stammenden Bauwerks gab es schon lange. Die mit den Jahren immer schwerer werdenden landwirtschaftlichen Fahrzeuge hatten mit der Zeit ihre Spuren hinterlassen. Im Februar 2013 beschlossen die Behörden schließlich, eine Tonnagebeschränkung auf zwölf Tonnen zu verhängen. „Das war kühn“, sagt Ralf-Peter Beutel vom Seefelder Bauamt heute. Denn als in diesem Winter die Abbrucharbeiten begannen, sank das Bauwerk zusammen. „Der nächste Traktor hätte es zum Einsturz bringen können“, schätzt Beutel. Dass der Beton in derart schlechtem Zustand war, hatten die Verantwortlichen nicht erwartet. Entscheidend für den Beginn der Bauarbeiten war eher die Tatsache gewesen, dass das Geländer brüchig geworden war. „Wir hatten Sorge, dass es zusammenbricht, wenn sich ein Fußgänger dagegen lehnt“, erzählt Beutel. Weil es sich beim Uferbereich um ein Biotop handelt, zog sich das bürokratische Prozedere hin, weshalb schließlich erst im Oktober mit den Bauarbeiten begonnen wurde.

Ein bisschen Geduld müssen Fußgänger und Landwirte nun auch noch haben. Für die Baumaßnahme musste der Bach komplett umgelegt werden, daher gibt es nach wie vor auch für Fußgänger und Radler kein Durchkommen. Ärgerlich für diejenigen, die von Gut Delling aus zu einem Spaziergang in Richtung Meiling aufbrechen und dann mitten im Aubachtal vor der Baustelle stehen. Beutel schätzt, dass die Überquerung des Bachs an dieser Stelle ab Mitte März etwa wieder möglich ist.

Die Breite der Brücke, 3,38 Meter, wird laut Beutel nicht verändert. „Wir hätten sie gerne verbreitert, aber wir haben den Grund nicht bekommen, den wir dafür gebraucht hätten.“ Weil statt des Beton- ein Stahlgeländer vorgesehen ist, werden ein paar wenige Zentimeter gewonnen.

Beutel geht davon aus, dass die Brücke um Ostern herum fertig ist, weil dann erst die letzten Asphaltarbeiten durchgeführt werden können. Die Kosten für die Maßnahme liegen bei etwa 100 000 Euro. Nach Fertigstellung gilt für die Brücke keine Tonnagebeschränkung mehr.

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