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Ulf Walliczek plant in Seefeld ein von einem Park umgebenes Senioren stift mit Tagespflege.

Altenpflege

Startschuss für zweites Seniorenstift

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Es ist ein Meilenstein, was die Entwicklung in Oberaltings Mitte und vor allem die Versorgung der Senioren angeht: Seefelds Gemeinderäte haben am Dienstagabend die Planung für ein weiteres Seniorenstift genehmigt. Wenn alles glatt läuft, rollen 2019 die Bagger.

Oberalting – „Das war ein guter Abend.“ Ulf Walliczek, Geschäftsführer der Seniorenstift Pilsensee Residio Immobilien Verwaltungs-GmbH, die auch das bestehende Seniorenstift an der Anton-Ettmayr-Straße in Oberalting betreibt, war die Erleichterung noch am Tag nach der Sitzung anzumerken. Einstimmig hatten Seefelds Gemeinderäte am Abend zuvor seinen Entwurf durchgewunken, den er zusammen mit Landschaftsplanerin Monika Treiber und Architekt Rasso von Rebay vorgestellt hatte.

Seit mehr als zehn Jahren will Walliczek zusätzlich zum bestehenden ein weiteres Seniorenstift bauen. Änderungen im Nutzungskonzept und beim bestehenden Seniorenstift sorgten für die Verzögerungen, doch jetzt wird es endlich konkret. Geplant ist an der Ulrich-Haid-/Anton-Ettmayr-Straße ein quadratisches Hauptgebäude mit Innenhof (Demenzgarten). Ihm vorgelagert an der Straße befindet sich ein Pavillon für die Tagespflege. Der gesamte Komplex ist von einem Park umgeben und grenzt direkt an das Mehrgenerationenprojekt der Maro-Genossenschaft, das von der Hedwigstraße aus erschlossen wird. Es gibt auch eine Fußwegeverbindung, Monika Treiber hat rund um das Seniorenstift außerdem kleine Areale für die Bewohner eingeplant, einen Garten der Sinne etwa, und einen Garten der Erinnerung.

Eine Tiefgarage ist nicht vorgesehen, dafür aber 16 Stellplätze. In dem neuen Seniorenstift ist theoretisch Platz für 43 Bewohner, die Tagespflege kann 20 Menschen versorgen. Für Anlieferung und Zufahrt sind eigene Bereiche vorgesehen. Walliczek geht davon aus, dass auf lange Sicht die Patienten vom eigenen Bus des Seniorenstifts abgeholt und nach Hause gebracht werden. An der Konzeptionierung für das Hauptgebäude wird noch gearbeitet, möglicherweise leben die Senioren in Wohngruppen. Eine große Küche soll es nicht geben – die Versorgung gewährleistet das nur wenige Meter entfernte Stammhaus.

Im Gremium fand die Planung im großen und ganzen Beifall. Thomas Ruf (FWG) machte sich allerdings Sorgen um den Verkehr, „das wird eine Katastrophe“. Er befürchtete, dass auch die Bewohner des Maro-Projekts beim neuen Seniorenstift ihre Pkw abstellen würden. Fraktionskollege Peter Schlecht störte sich vielmehr an dem Höhenunterschied zwischen den beiden zweigeschossigen Maro-Gebäuden und dem dreigeschossigen Seniorenstift, der 1,50 Meter betragen wird. „Es ist klar, dass wir nicht in allen Belangen das Optimum erreichen“, antwortete ihm Stefan Futterknecht vom Seefelder Bauamt. „Letzten Endes sind wir aber mehrheitlich der Ansicht, dass wir die städtebaulichen Bedenken weniger stark gewichten zugunsten dieses Projekts und der Daseinsfürsorge.“ Entsprechend müsse man die Höhenunterschiede in Kauf nehmen. Walliczek hatte zuvor erklärt, dass das neue Seniorenstift wegen des feuchten Untergrunds nicht tiefer ins Erdreich hineingebaut werden könne.

Am Ende nickten alle Räte die Planung ab. Walliczek befindet sich in Gesprächen mit den Anwohnern und auch der Maro-Genossenschaft. „Wir versuchen, aus Rücksicht auf die Anwohner, zeitgleich zu bauen“, sagte er gestern. Das könnte nach Auslegung des Bebauungsplans bis Sommer und möglicher Ausschreibung im Herbst Anfang nächsten Jahres sein. Bezugsfertig wäre das neue Seniorenstift dann 2020. Über Kosten wurde am Dienstag nicht gesprochen. Auch auf Nachfrage wollte Walliczek keine Zahlen nennen, weil die Verhandlungen mit den entscheidenden Kostenträgern noch ausstehen.

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