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Noch ist unklar, ob die Seefelder Klinik erhalten werden kann.

Initiative Eichenallee

Angst vor dem Trojanischen Pferd

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Bereits 450 Unterzeichner haben ein Bürgerbegehren gegen einen möglichen Klinikneubau an der Eichenallee unterzeichnet. Sie sind in Sorge um die Zukunft der Fläche.

Seefeld – Mehr als 450 Menschen haben das Bürgerbegehren gegen einen Krankenhausneubau im Landschaftsschutzgebiet in der Gemeinde Seefeld unterzeichnet. Etwa 580 gültige Unterschriften sind notwendig, damit sich der Gemeinderat mit dem Thema befasst. Am Dienstag, 18. Juli, sollen die Listen an Bürgermeister Wolfram Gum übergeben werden.

Gemeinderäte und Bürgermeister favorisieren Klinik-Erhalt

Ortwin Gentz ist Sprecher der Initiative Eichenallee. 

Die Bürgerinitiative Eichenallee hofft, dass sie an die 700 Stimmen für das Begehren sammeln kann. „Die Unterschriften werden auf Gültigkeit geprüft, dafür hätten wir gerne eine Reserve“, erklärt Ortwin Gentz, Sprecher der Bürgerinitiative. „Uns zeigt das, dass die Menschen in Seefeld Interesse an ihrer Landschaft haben und deren Schutz ein wichtiges Thema für sie ist.“ Viele Bürger seien nicht einverstanden mit dem Vorhaben der Mehrheit des Gemeinderats, eine Fläche an der Eichenallee aus dem Regionalen Grünzug herauszunehmen, damit dort eventuell ein Klinikneubau möglich ist.

Die Initiative wehrt sich gegen Vorwürfe von Vertretern des Gemeinderats, sie würde den Sachverhalt unrichtig darstellen und Ängste erzeugen. „Konkrete Beispiele dafür bleiben sie allerdings schuldig“, findet Gentz. Umgekehrt erzeuge die Gemeinde Angst vor einer Abwanderung der Klinik. Diese Angst sei jedoch unbegründet, da das neben der Klinik gelegene Grundstück (jetziger Parkplatz) groß genug sei für eine geplante Erweiterung. Gespräche mit Bürgern hätten gezeigt, dass eine Mehrheit die Infrastruktur mit dem Krankenhaus im Ortskern erhalten wolle, erläutert Gentz in einer Pressemitteilung. Entsprechend setze sich die Initiative Eichenallee für den Erhalt der Klinik in der Ortsmitte ein. Auch die Gemeinderäte und Bürgermeister Gum favorisieren diese Lösung.

Prüfung der Herausnahme des Grünzugs: „Das verdreht die Tatsachen“

Die Initiative beklagt nach wie vor einen „wenig transparenten Planungsprozess“. Weitere Fragen an die Gemeinde zum Prozedere seien bisher nicht beantwortet worden. Die Gemeindevertreter würden zudem von einer „Prüfung“ der Herausnahme aus dem Grünzug sprechen. „Das verdreht die Tatsachen, denn es wurde ein Antrag auf Herausnahme gestellt“, findet Gentz. Natürlich werde dieser Antrag „geprüft“. Eine weitere Entscheidung der Gemeinde sei jedoch nicht mehr erforderlich.

Das Argument, dass der Grünzug zwischen München und dem Fünfseenland ohnehin schon durch Gewerbegebiete unterbrochen sei, halten Gentz und seine Mitstreiter für falsch. Sie finden außerdem: „Die Verkleinerung von Grünzügen andernorts ist eher ein Argument dafür, den Grünzug in Seefeld zu erhalten.“

Unterschriften können voraussichtlich bis Ende Juli abgegeben werden

Sollten sich die Verantwortlichen für eine Sanierung und einen Anbau der Chirurgischen Klinik in Seefelds Ortsmitte entscheiden, ist das Problem für die Bürgerinitiative damit längst nicht vom Tisch. Ihre größte Sorge ist, dass die Fläche an der Eichenallee, die derzeit landwirtschaftlich genutzt wird, dann zum Gewerbegebiet mutiert und versiegelt wird. Sie wollen, dass die Herausnahme der Fläche gestoppt wird. „Sie darf kein Trojanisches Pferd für Versiegelung und Bebauung sein“, findet Gentz.

Unterschriften für das Bürgerbegehren können voraussichtlich bis Ende Juli abgegeben werden.

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