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Stattlich und wunderschön: die Baumriesen entlang der Seefelder Eichenallee, hier ein Abs chnitt bei Meiling. 

Pflegearbeiten

Keine Baumfällung an Seefelder Eichenallee

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In den kommenden Tagen rücken wieder Mitarbeiter des Maschinenrings Starnberg an, um die Seefelder Eichenallee zu pflegen. Diesmal geht es allerdings nur um Heckenpflege entlang des Denkmals. Auch in diesem Jahr muss kein Baum gefällt werden. Die letzten Fällungen liegen mittlerweile zwei Jahre zurück.

Seefeld–Die Eichenallee zwischen Seefeld und Delling ist mit ihren 2,8 Kilometer Länge eine der längsten und schönsten in Europa. Knapp 700 Eichen, zwischen fünf und nahezu 300 Jahre alt, säumen den Straßenrand. Baumpflegearbeiten und Maßnahmen werden von den Bürgern immer auch mit Argwohn beobachtet. Denn die Verkehrssicherheit hat bei der Pflege Vorrang, was in der Vergangenheit regelmäßig dafür gesorgt hat, dass besonders alte Bäume herausgenommen oder auch stark beschnitten werden mussten. Die Methoden sind heute allerdings andere als noch in den 60er bis 80er Jahren, als baumchirurgische Eingriffe schon auch für große Lücken sorgten.

Seit 2008 liegt ein Pflegewerk zu dem Denkmal vor, das seit 2006 unter der Obhut des Staatlichen Bauamts Weilheim steht (vorher München) und dem Freistaat gehört. Das Pflegewerk wurde von der in Hechendorf lebenden Landschaftsarchitektin Almuth Bödecker entwickelt und zuletzt 2015 evaluiert. „Viel hat sich nicht geändert“, sagt Marika Hoyer, Sachgebietsleiterin Landschaftsplanung im Staatlichen Bauamt. Dass nun schon das zweite Jahr in Folge keine Fällungen nötig sind, freut sie. 2015 noch hatten vier alte und ein mittelalter Baum dran glauben müssen. Dass die starken Stürme der Vergangenheit der Allee nichts anhaben konnten, ist für Hoyer auch der Beleg dafür, „dass die Baumkontrolle gut ist“. Mit Sorge beobachtet sie allerdings auch die Tatsache, dass bei mittlerweile bis zu 30 Bäumen eine Sichtkontrolle nicht mehr ausreicht. „Da müssen wir mit Geräten und Computerprogrammen ran.“

In diesem Frühjahr nun schweigen die Motorsägen in der Eichenallee. Die Pflegearbeiten betreffen nur die Flächen zwischen den Baumriesen. „Während der Gras-Krautbewuchs unter den Alleebäumen jährlich in mehreren Arbeitsgängen gemäht und gemulcht wird, findet die Pflege des holzigen Unterwuchses nur alle paar Jahre statt“, erklärt Hoyer in einer Pressemitteilung. Seit 2008 werde beispielsweise die Biotophecke am Radweg nördlich von Meiling in kurzen Abschnitten „auf den Stock gesetzt“, das heißt, bis auf etwa 20 Zentimeter über dem Boden abgesägt. Jeweils zwei Drittel blieben unbearbeitet, „damit der Lebensraum nicht zu stark reduziert wird“. In diesem Jahr findet der Rückschnitt der letzten, bisher noch nicht bearbeiteten Abschnitte statt. Dabei werden auch schnell in die Höhe schießende Eschen entfernt, die sich immer wieder spontan ansiedeln, kündigt Hoyer an. „Die Gehölze treiben im Folgejahr wieder kräftig aus und bilden nach kurzer Zeit wieder Nahrungs- und Rückzugsraum.“

Da sich die Hecken auch in Richtung der Alleebäume ausbreiten, muss ein zwei bis drei Meter breiter Streifen hinter den Bäumen turnusmäßig von den Sträuchern befreit werden. „Dies ist Voraussetzung dafür, dass im Sommer wieder um die Bäume herum gemäht werden und die Allee mit ihrer einzigartigen Stammlandschaft danach besonders prachtvoll in Erscheinung treten kann“, so Hoyer.

Neben der Biotophecke nördlich von Meiling werden auch die Konkurrenzgehölze am südlichen Ende der Allee angrenzend an die Graf Toerringschen Flächen und an die der Münchener Straße bearbeitet. „An dieser Stelle arbeitet das Bauamt mit dem Bauhof der Gemeinde Seefeld Hand in Hand“, kündigt Hoyer an. Über kurzfristige Verkehrsbehinderungen wird informiert. Das Bauamt gibt für die Pflege der Allee jährlich etwa 45 000 Euro aus.

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