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Der Eingangsbereich der Klinik Seefeld in der Ortsmitte.

Ortsentwicklung

Klinik-Neubau: Bürgerinitiative wirft Bürgermeister Stimmungsmache vor

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Die Bürgerinitiative Eichenallee wirft Seefelds Bürgermeister Wolfram Gum Stimmungsmache vor. Grund sind dessen Aussagen über den Neubau der Klinik Seefeld.

Seefeld – Die Bürgerversammlung in Seefeld sorgt für ein leichtes Nachbeben. Wie berichtet, hatte sich Bürgermeister Wolfram Gum sehr pessimistisch über die Belastungen geäußert, die der Neubau der Klinik Seefeld für den Ort bedeuten würde. Gum geht davon aus, dass der jetzige Bestand komplett abgerissen werden wird. Er hatte auch durchklingen lassen, dass er die Gegner eines Neubaus an der Eichenallee für das zu erwartende Chaos in Seefeld verantwortlich macht – er hält den Standort in der Ortsmitte für den schlechtesten. Gestern meldete sich die Bürgerinitiative Eichenallee zu Wort.

Gum habe „ein Horrorszenario für die Bauphase“ entworfen, schreibt Ortwin Gentz von der Initiative in einer Pressemitteilung. Er versuche, der BI den schwarzen Peter für sämtliche Belastungen der Bürger zuzuschieben. „Im Interesse eines friedlichen Ortsklimas hätten wir uns gewünscht, bei den Bürgern um Verständnis... zu werben.“ Zu einem erfolgreichen Ortsentwicklungskonzept gehöre eine unvoreingenommene, ergebnisoffene Diskussion. Gum habe mit seinem Vorpreschen einen Schatten auf den kommenden Bürgerbeteiligungsprozess geworfen. Die Initiative frage sich, ob Gum eine erneute Absage durch den Planungsverband für das Grundstück an der Eichenallee kassieren wolle. „Auch die Klage der BI gegen die Nichtzulassung des Bürgerbegehrens vom Sommer letzten Jahres ist nach wie vor anhängig.“ Denn für Gum sei die Fläche an der Eichenallee offensichtlich nicht vom Tisch.

Die BI führt außerdem an, dass das Grundstück in der Ortsmitte in jedem Fall bebaut werde. „Belästigungen aufgrund der Bauarbeiten lassen sich somit ohnehin nicht verhindern.“ Die BI fordert eine transparente Planung, eine Einbeziehung des neben der Klinik befindlichen Gemeindegrundstücks und den Erhalt des Bestandsgebäudes. Möglicherweise sei auch eine Nutzung des Gebäudes aus dem Jahr 1874 als Rathaus möglich.

Gum äußerte sich gestern verwundert über das Vorgehen der BI. „Wir hatten uns auf Stillschweigen verständigt, bis wir die konkreten Pläne kennen. Dann wollten wir uns zusammensetzen.“ Auch die Gemeinde habe stets den Erhalt der Gebäude gewünscht. „Aber wir sind an der Planung in keiner Weise beteiligt.“ Das Grundstück neben der Klinik habe man den Verantwortlichen für die Planung längst überlassen, „es wird einbezogen und auch gebraucht“. hvp

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