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Klaus Kögel (CSU) ist neuer Bürgermeister der Gemeinde Seefeld. 

Kommunalwahl 2020

Klaus Kögel übernimmt das Ruder

Klaus Kögel (CSU) ist neuer Bürgermeister der Gemeinde Seefeld. Er setzte sich mit 52 Prozent gegen seinen Mitbewerber Thomas Zimmermann (Grüne) durch. 

Seefeld – Die Gemeinde Seefeld hat es gestern spannend gemacht: Während die Duelle in den anderen Landkreis-Gemeinden im Internet zu verfolgen waren, hüllte sich die Verwaltung beim Auszählen in Schweigen. Einen neuen Bürgermeister hat die Gemeinde dennoch: Klaus Kögel (CSU) übernimmt mit 52 Prozent der Stimmen die Nachfolge von Bürgermeister Wolfram Gum (CSU). Die Gemeinde bleibt damit in den Händen der CSU. Thomas Zimmermann (Grüne) wählten 48 Prozent der Wahlberechtigten. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,1 Prozent.

Es ist alles komisch in diesen Zeiten, auch eine Stichwahl. Üblicherweise treffen sich die Kandidaten im Rathaus, verfolgen die Auszählung, feiern Wahlpartys. Gestern aber herrschte in der Seefelder Verwaltung im Technologiepark konzentrierte Ruhe. Die Auszähler saßen mit großem Abstand voneinander entfernt, arbeiteten mit Handschuhen. Und die Kandidaten? Verfolgten das Prozedere mit ihren Familien von der Couch aus. Um 19.40 Uhr wusste Kögel (62) noch nichts von seinem Glück. „Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen“, sagte er.

Um 20 Uhr dann endlich ein Aufatmen im Hause Kögel. „Zunächst gilt mein ausdrücklicher Dank allen Wählerinnen und Wählern, die mir ihr Vertrauen ausgesprochen haben, und natürlich allen engagierten Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern für ihren unermüdlichen Einsatz“, freute sich Kögel. Das Ergebnis Zimmermanns allerdings sei „extrem respektabel“. Letztlich trennten die beiden nur 161 Stimmen. „Wir haben eigentlich mit einem größeren Vorsprung gerechnet“, sagte Kögel offen und bedankte sich bei Zimmermann „für einen fairen Wahlkampf“, den Zimmermann sehr gut und engagiert geführt habe.

„Wir sind natürlich schon ein bisschen enttäuscht“, sagte Zimmermann (52). Sein Dank gelte allen, die ihn gewählt und unterstützt hätten. Trotz der Niederlage seien die 48 Prozent immer noch „ein super Ergebnis“. Er beglückwünschte Kögel und freut sich auf die Zusammenarbeit. „Ich gehe inhaltlich von einer starken Schnittmenge aus“, so Zimmermann. „Ich sehe das Ergebnis als ein starkes Mandat für unsere Arbeit im Seefelder Gemeinderat.“

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