Ermittlungserfolg

Darknet: Wohnung in Seefeld durchsucht

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In Seefeld ist die Wohnung eines 23-Jährigen durchsucht worden. Der Hintergrund sind Drogengeschäfte im sogenannten „Darknet“. 

Seefeld – Die Staatsanwaltschaft Köln und das Bundeskriminalamt (BKA) vermelden einen Ermittlungserfolg gegen Rauschgifthändler im Darknet. An den krummen Geschäften soll auch ein 23-jähriger aus Seefeld beteiligt gewesen sein.

Wie die Behörden mitteilen, waren am Dienstag insgesamt zehn Wohnungen in Aachen, Alsdorf, Herzogenrath, München und auch Seefeld durchsucht und vier Haftbefehle vollstreckt worden. Vorausgegangen waren der Aktion intensive Recherchen des BKA unter Leitung der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen bei der Staatsanwaltschaft Köln. Zwei Männer aus Aachen und Herzogenrath, 28 und 25 Jahre alt, sollen gegen das Betäubungsmittelgesetz verstoßen haben – möglicherweise unterstützt von dem 23-jährigen Seefelder und einem ebenfalls 23 Jahre alten Mann aus Aachen. In den durchsuchten Wohnungen fand die Polizei Betäubungsmittel, Utensilien wie Feinwaagen, Folienschweißgeräte und Verpackungsmaterial.

Die Kripo Fürstenfeldbruck war an dem Einsatz in Seefeld beteiligt. Dieser lief jedoch, so Dr. Rene Seppi von der Staatsanwaltschaft in Köln, „in den Morgenstunden und ohne großes Aufsehen ab“. Zu Details wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern. Die Beschuldigten sollen unter Verwendung verschiedener Benutzerkennungen und anonymisierten Verbindungsdaten im sogenannten „Darknet“ Betäubungsmittel, unter anderem Heroin und Kokain, auf speziellen Plattformen in größeren Mengen verkauft haben. Die Staatsanwaltschaft geht von Umsätzen im siebenstelligen Bereich aus.

Die Polizei vor Ort war von der Wohnungsdurchsuchung in Seefeld am Dienstag informiert. „Wir wussten Bescheid und hatten die Auflage, uns fernzuhalten“, hieß es gestern seitens der Polizeiinspektion Herrsching. 

Rubriklistenbild: © dpa

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