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Auf dieser Fläche möchte die AWA Ammersee für den Bau einer Wasserleitung Aushub lagern. Seefelds Gemeinderäte haben dies genehmigt. Mitglieder des Bund Naturschutz und der Initiative Eichenallee sind alarmiert.

Lindenallee in Hechendorf

Etwas Entwarnung für die Wiese

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Der Aufschrei der Naturschützer hat Früchte getragen: Die Lagerfläche für ein Bauvorhaben an der Lindenallee in Hechendorf wird verkleinert. Nach wie vor wäre den Kritikern allerdings eine andere Fläche lieber. Und sie bedauern das Vorgehen der Gemeinde.

Hechendorf– Wie berichtet, winkten die Gemeinderäte die Bereitstellung der Lagerfläche an der Lindenallee in ihrer jüngsten Sitzung ohne Debatte durch. Die Bürgerinitiative Eichenallee und die Ortsgruppe des Bund Naturschutz reagierten mit einem Schreiben an die Verantwortlichen und der Bitte, den Beschluss zurückzunehmen. Denn die etwa 1300 Quadratmeter große, für den Aushub gedachte Fläche überlappe sich mit einem Biotop und schließe an ein sensibles FFH-Gebiet an. Hermann Doblinger von der AWA Ammersee hatte sich daraufhin im Starnberger Merkur gesprächsbereit gezeigt. Wie die Bürgerinitiative gestern mitteilte, fand dieses Gespräch direkt am Donnerstag statt – im Beisein von Vertretern des Bauamts.

Ergebnis: Im Gegensatz zum Gemeinderatsbeschluss soll nur ein relativ kleiner Teil der Wiese, nämlich 600 Quadratmeter, für die Baustelle in Anspruch genommen werden. „Dieser unterste Teil der Wiese ist derzeit nicht als Biotop kartiert, sondern liegt mit einem Abstand von etwa zehn Metern zur Grenze der aktuellen Biotopkartierung, sowie um die. zwei Meter von dem vor Ort festgestellten Schilfbewuchs entfernt“, heißt es in der Pressemitteilung von Bürgerinitiative/Bund Naturschutz.

Für die Naturschützer ist aber auch dies nur ein Kompromiss. „Wir halten die Wahl der Zwischenlagerfläche nach wie vor für ungeeignet und haben alternative Flächen vorgeschlagen“, schreiben sie. „Denkbar wäre aus unserer Sicht aber die Wiese westlich der Ampelkreuzung in Richtung Pilsensee, die weniger schützenswert ist.“

Doblinger sagte gestern, dass die AWA dies prüfen werde, obwohl die Planung schon weit fortgeschritten wäre. die direkte Gesprächsbereitschaft aller Seiten habe ihn sehr gefreut. „Wir werden die Initiative bei der Baumaßnahmen eng einbeziehen.“ Geplant ist unter anderem, einen Bauzaun aufstellen, damit keine Baufahrzeuge unabsichtlich außerhalb des Bereichs fahren. Besonderes Augenmerk gelte auch der ökologisch wertvollen Eiche auf der anderen Straßenseite. Unbeabsichtigter Eintrag von Aushub in den Graben soll ebenfalls durch entsprechende Maßnahmen verhindert werden.

Die Gemeinde hat indessen zugesagt, nach Abschluss der Arbeiten die gesamte Wiese ökologisch aufzuwerten. Das begrüßen die Naturschützer zwar. Den Vorgang an sich – „zuerst die Fläche durch Verdichtung durch Aushub und Baustelle kaputt machen, dann daraus eine Öko-Ausgleichsfläche machen, mit der Bausünden anderswo kompensiert werden – sehen sie weiter sehr kritisch.

Sie halten auch an der Kritik gegenüber der Gemeinde fest „Es ist schade, dass die Öffentlichkeit durch den Gemeinderat erst im allerletzten Moment, sechs Wochen vor Baubeginn und mehr als halbherzig, informiert wurde.“ Die Nutzung der Wiese sei nach wie vor keine gute Lösung. „Wir sind aber froh, wenigstens ein paar kleine Verbesserungen erreicht zu haben.“

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