Jürgen Reents im Telefonat mit der Polizei: Sein Lkw hatte sich in der Graf-Toerring-Straße in Hechendorf wegen eines geparkten Anhängers verkeilt.
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Jürgen Reents im Telefonat mit der Polizei: Sein Lkw hatte sich in der Graf-Toerring-Straße in Hechendorf wegen eines geparkten Anhängers verkeilt. Der Spediteur hatte sich aber auch verfahren.

Doppelte Straßenbenennung wird Spediteur zum Verhängnis

Lkw verkeilt sich in Nebenstraße

Weil sein Navi nicht auf dem neuesten Stand war und ihm dann auch noch ein Anhänger in die Quere kam, hat sich ein Spediteur aus Niedersachsen am Donnerstag mit seinem Lkw in einer Nebenstraße in Hechendorf verkeilt.

Hechendorf – Jürgen Reents aus Niedersachsen hatte gestern einen schweren Tag. Dem Spediteur wurden die doppelten Straßennamen in der Gemeinde Seefeld zum Verhängnis. So gab es bis Herbst 2019 in beiden Ortsteilen jeweils eine Hauptstraße und eine Graf-Toerring-Straße, dies wurde gerade erst geändert. Seither heißt die Hechendorfer Hauptstraße „Alte Hauptstraße“, und die Oberaltinger Graf-Toerring-Straße „Graf-Toerring-Seefeld-Straße“. Bis zum Navi in Reents 40-Tonner allerdings hatte sich diese Umbenennung noch nicht herumgesprochen. Also landete Reents, der eigentlich zu einem Bauunternehmen in Oberalting wollte, gestern Vormittag um 10.45 Uhr in Hechendorf auf der Graf-Toerring-Straße und verkeilte sich mit seinem langen Lkw bei der Abbiegung auf Höhe des Dr. Seitner-Wegs derart, dass es kein Vorwärts mehr gab. Und rückwärts darf Reents ohne Unterstützung nicht fahren. „Abgesehen davon müsste ich ja die ganze Strecke zurück“, sagte er verzweifelt. Normalerweise wäre er auch um die Ecke gekommen. Ein Anwohner hatte jedoch seinen Motorradanhänger zwar außerhalb des Kurvenbereichs abgestellt, doch immer noch zu nah für den Zweiachser, um die Kurve zu schaffen.

Auf dem Anhänger stand zwar die Adresse des Besitzers, diesen konnte Reents jedoch nicht daheim antreffen. In seiner Verzweiflung rief Reents die Polizei. Weil der Schulbus die Strecke nutzt und nicht – wie zahlreiche andere Verkehrsteilnehmer es mussten – den Bereich umfahren kann, drängte die Zeit. Schließlich war die Ehefrau vor Ort und organisierte mithilfe des Ehemanns, der mittlerweile schon auf dem Weg gen Hechendorf war, die Schlüssel für die Kralle, die den Anhänger sicherte. Unterstützt von einem Streifenbeamten der Polizei Herrsching wurde der Anhänger vorsichtig ein paar Meter weiter gerollt. Um 12.30 Uhr konnte Reents schließlich seine Fahrt fortsetzen.

„Sowas ist mir noch nie passiert“, sagte Reents, der morgens um 2.30 Uhr auf einer Raststätte an der A7 bei Fulda aufgebrochen war. Laut Polizei war der Anhänger ordnungsgemäß, weil außerhalb des Kurvenbereichs, geparkt.  

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