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Die Führung der Kreishandwerkerschaft (v.li.): Rupert Pfisterer, Willi Boneberger, Anton Lidl, Leopold Göring, Ludwig Gansneder, Stefan Fersch und Oliver Lutz.

Hauptversammlung

Ludwig Gansneder ist neuer Kreishandwerksmeister

Ludwig Gansneder, Zimmerer aus Pöcking, löst Anton Lidl als Kreishandwerksmeister ab. Der Bäcker- und Konditormeister aus Berg war 13 Jahre lang Vorsitzender.

Landkreis – Wachablösung an der Spitze der Kreishandwerkerschaft: Nach 13 Jahren als Vorsitzender hat Bäcker- und Konditormeister Anton Lidl (67) aus Berg in der Mitgliederhauptversammlung am Dienstagabend aus Altersgründen sein Amt zur Verfügung gestellt. Zum neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder im Gasthaus Ruf in Seefeld einstimmig den Pöckinger Zimmerermeister Ludwig Gansneder. Er kümmert sich fortan als Kreishandwerksmeister federführend um die Belange des Handwerks im Fünfseenland. Zudem wurde ihm noch eine besondere Ehre zuteil. Er erhielt für sein 17-jähriges Engagement als Obermeister der Zimmererinnung die silberne Ehrennadel der Handwerkskammer. Sein Nachfolge als Obermeister hat Leopold Göring aus Starnberg angetreten.

In der Kreishandwerkerschaft sind 59 Bäcker-, Metzger-, Schreiner- und Zimmererbetriebe organisiert. Insgesamt gebe es im Landkreis 2455 Handwerksbetriebe mit 7400 Beschäftigten und 555 Auszubildenden, berichtete Lidl. Gesamtumsatz: 901 Millionen Euro. Den Vorstand der Kreishandwerkerschaft komplettieren Stefan Fersch (Zimmerer aus Starnberg) als stellvertretender Vorsitzender sowie die Schreiner Elmar Schnell (Starnberg), Thomas Will (Gilching) und Rupert Pfisterer (Berg), der Bäcker Wilhelm Boneberger (Gilching) und der Metzger Oliver Lutz (Pöcking).

Ein Thema für die Handwerker ist seit jeher die Berufsausbildung. Der Leiter der Starnberger Berufsschule, Oberstudiendirektor Peter Dahmer, verteidigte in seiner Ansprache das Angebot der Schule, Berufsausbildung und Abitur zugleich absolvieren zu können. „Das geht aber nur mit leistungsfähigen und leistungsbereiten Schülern“, schränkte er ein. 30 bis 40 Prozent der Schüler würden bereits im ersten Halbjahr die Kombination einer Handwerksausbildung mit Abitur abbrechen. Die Handwerker selbst sehen diese Option auch mit Skepsis und verstehen sie bisweilen als „Anbiederung“. In der Diskussion sagte ein Anwesender: „Wir brauchen die, die eine Semmel backen oder einen Nagel reinhauen können“.

Auch die Digitalisierung beschäftigt die Handwerker. Michaela Eisenschmid, Betriebsberaterin der Handwerkskammer München, informierte in dem Zusammenhang über die diversen Fördermöglichkeiten, die Handwerksbetrieben zustehen. Antragsberechtigt für den Digitalbonus, der bis zu 50 Prozent der Kosten betragen kann, sind kleinere Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz bis zu zehn Millionen Euro. Anträge müssten aber rechtzeitig gestellt werden. Fördermittel für das Programm „go digital“ würden bis 2021 vergeben und könnten mehrfach beantragt werden.

ak

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